:: Deutscher Freidenker-Verband e.V. – Niedersachsen ::

Dresden – Paris und zurück

Dienstag, 13. Januar 2015 von Webredaktion

Freidenker-Brief Nr. 1/2015 v. 9. Januar 2015

Dresden – Paris und zurück

Der kaltblütige Mord in Paris hat weltweit Trauer ausgelöst. Die Geschwindigkeit allerdings, mit der Politik und Medien bereits die Motive der Mörder kennen, bevor sie die Mörder kennen, geschweige denn Ermittlungen begonnen hätten, muss sehr verwundern. Die schnelle Deutung und Schuldzuweisung könnte auf hellseherischen Fähigkeiten beruhen, oder einem schon existierenden ‚Drehbuch‘. Nach der fixen Schuldzuweisung an Muslime und den Islam verblüfft als Nächstes, dass die selben Politiker und Medien davor warnen, das Pariser Attentat könnte Wasser auf die Mühlen von ‚Ausländerfeinden‘ und jenen sein, die gegen „Islamisierung“ demonstrieren. Also der Geschichte erst selbst diesen Dreh geben, dann davor warnen?

Dürfen angesichts der Einstimmigkeit überhaupt Zweifel angemeldet werden, oder wird das als Kumpanei mit Mördern denunziert? Albrecht Müller von den Nachdenkseiten weist auf das unaufgeklärte Oktoberfest-Attentat in München und jenes in Bologna 1980 hin, und zitiert wikipedia:

„Die Strategie der Spannung (italienisch strategia della tensione) ist ein 1990 in Italien bekannt gewordener Begriff für eine Reihe unter „falscher Flagge“ inszenierter terroristischer Aktivitäten von italienischen Geheimdiensten, Rechtsextremisten, der NATO/CIA-Geheimorganisation Gladio und der Geheimloge Propaganda Due (P2). Diese hatten das Ziel, die öffentliche Meinung zu Ungunsten der politischen Linken zu manipulieren, insbesondere der Kommunistischen Partei Italiens. Weil sich ähnliche Vorgänge auch in anderen Ländern nachweisen ließen, wird der Begriff mittlerweile generell für bestimmte staatsterroristische Aktivitäten verwendet, siehe Strategie der Spannung.“

Beim Stichwort „falsche Flagge“ erinnert ein Vorfall unwillkürlich an die Vorgänge um den 9/11 in New York – ein „vergessener“, „gefundener“ Personalausweis, mit dem ein Täter gewissenhaft zu Massenmord gereist sein soll. Und wundersamer Weise sollen sich die Attentäter als Al Qaida bezeichnet haben! Ob sie den Ursprung des Namens kennen, jener Datei/Datenbank der CIA, in der die Namen angeworbener Kollaborateure in Afghanistan gesammelt wurden?

Vor allem muss immer wieder auf die Ursachen der Entwicklung einschließlich solcher Attentate hingewiesen werden: Zunächst in Afghanistan, dann in Bosnien und im Kosovo wurden Islamistische Terroristen von den USA im Verbund mit Saudi-Arabien und Golfmonarchien rekrutiert, bewaffnet, trainiert und zur Zerstörung von Staaten eingesetzt.

Mit dem 11.09., dem Einfall in Afghanistan und dem zweiten Irak-Krieg wurde die “Islamische Gefahr” kreiert als Dauerkriegspropaganda für die Heimatfront. Im Irak wurde ein Staatswesen zerstört, in dem religiöse Koexistenz herrschte, und durch ein Chaos ersetzt, das den bewaffneten Kampf von Konfessionen als zentralen Hebel zur dauerhaften Schwächung und Beherrschung des Landes einsetzt. Ebenso wurde in Libyen ein Staat zerstört und ins Chaos gestürzt, in dem religiöser Friede herrschte, wobei islamistische Söldnerbanden als Bodentruppen der NATO eingesetzt wurden.

Beim nächsten Krieg, der Aggression gegen Syrien, wurde und wird wieder ein Staat zerstört, in dem vordem Menschen unterschiedlicher Konfession friedlich zusammenlebten. Die USA und die anderen westlichen falschen “Freunde Syriens” haben erneut im Zusammenwirken mit den Golfmonarchien islamistische Söldnerbanden geschaffen, die den imperialistischen Stellvertreterkrieg führen. Wenn Muslime aus westlichen Ländern bei diesen Söldnerbanden anheuern, ist die scheinheilige Empörung bei den westlichen Politikern groß, obwohl völlig ungeklärt ist, ob sie der salafistischen oder der NATO-Propaganda folgten.

Obwohl diese Söldner doch im Kampf des Westens gegen die syrische Regierung ihr Leben riskieren, werden sie propagandistisch nochmals missbraucht, um dem heimischen Publikum die “islamische Gefahr” nahezubringen.

Und wenn die Saat der über zehn Jahre andauernden Anti-Islam-Hetze aufgeht, und sich in Pegida u.ä. Protesten entlädt, sind die gleichen Politiker und Medien schnell bei der Hand, diese Demonstranten als Deppen und als Nazis zu beschimpfen. Dabei handelt es sich um Betrogene, betrogen von den gleichen, die sie jetzt verächtlich machen, Betrogene, die den Betrug nicht durchschauen, und so das Geschäft der Betrüger betreiben.

Sie glauben, für ihre Interessen zu demonstrieren, und werden doch nur am Nasenring durch die Manege geführt. Die passende Abkürzung müsste eigentlich Vwuswf lauten – „Verarschen lassen und sich wohl fühlen“.

Kritik an den Pegida-Demonstranten ist wohlfeil. Aber eine Kritik, die diese Zusammenhänge nicht offenlegt und thematisiert, ist keine Aufklärung und kein Antifaschismus, sondern spielt im herrschenden Betrugssystem mit.

Klaus Hartmann
Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes

(more…)

Freidenker Nr. 3-14 – eine dialektische Geschichtsbetrachtung –

Sonntag, 30. November 2014 von Webredaktion
Freidenker 03-2014
Jüngst wurde gejubelt und getrubelt, Anlas waren die Ereignisse am 09.11.1989 in diesem Land, insbesondere vom Osten ausgehend, also vom Gebiet der damaligen DDR. Staatsakte fanden statt und das Volk wurde in allgemeine Jubelstimmung versetzt, den Fall der Mauer zu feiern, welcher letztlich zur Aufhebung der Spaltung Deutschlands im Ergebnis des zweiten Weltkrieg führte und eine neue deutsche Einheit in Spaltung, unter westlicher Dominanz, installierte. Der Osten des Landes wurde deindustrialisiert, Menschen scharenweise vom Gebiet der ehemaligen DDR vertrieben und die verbliebenen zu Niedriglohnarbeiter disqualifiziert.
Beim Jubelfest war davon allerdings nicht die Rede, da ging es um Freiheit, Demokratie und anderen schwülstig verwendeten Begrifflichkeiten, welche ihrer eigentlichen Inhalte lägst beraubt und gern zur Unterdrückung des eigenen und fremder Völker gebraucht werden. Auch spielte keine Rolle, warum das Land und von wem im Ergebnis des zweiten Weltkrieges gespalten wurde. Letztlich hätte sich auch die Frage aufdrängen müssen, wie demokratisch und freiheitlich zum Beispiel die Gründung der BRD und der ihr vorausgehenden vorbereitenden Akte wie zum Beispiel die Währungsreform von 1948 gewesen ist.
Ja vor 25 Jahren fiel die Mauer, was jüngst Anlass zum Jubeln war, die Gründung der BRD und in deren Folge die Gründung der DDR vierzig Jahre früher, also vor 65 Jahren, als Voraussetzung des Ganzen, wird in diesem Zusammenhang gern ignoriert. Nicht so im Freidenker Nr. 3-14 Oktober 2014, dieser hat zum Thema „1949 – Gründung der BRD und der DDR“. Im Heft finden sich interessante Texte, welche sich mit den Ursachen, Zielen und Folgen der deutschen Teilung beschäftigen und die treibenden Kräfte dieses Prozesses klar benennt.
Freidenker 01-2014

In diesem Zusammenhang sei hier auch auf den Freidenker Nr. 1-14 April 2014 verwiesen, welcher mit Heimat, Volk, Nationalstaat, Supranationalität, Nationalismus, Patriotismus, Internationalismus beschäftigte.

Freidenker Nr. 2-14 Juli 2014

Dienstag, 29. Juli 2014 von Webredaktion
Vor einigen Tagen habe ich den neuen Freidenker, das Verbandsorgan des Deutschen Freidenker-Verbandes e.V. erhalten. Das Hauptthema ist Sprache, es geht in diesem Zusammenhang um Erkenntnis – Kommunikation – Herrschaft.
„Sprache aus den Bedürfnissen des gesellschaftlichen Lebens, insbesondere der Produktionstätigkeit, hervorgegangenes und sich ständig entwickelndes System verbaler Zeichen, das der der Formierung der Gedanken, dem Denken, im Prozess der Erkenntnis der objektiven Realität durch die Menschen dient und den Austausch ihrer Gedanken und emotionalen Erlebnisse sowie die Fixierung und Aufbewahrung des erworbenen Wissens ermöglicht. …“ So der Beginn eines Textes zur Sprache in einem Wörterbuch.
Dieses Thema ist hoch aktuelle und das nicht nur im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Ereignissen in der Ukraine und der Berichterstattung darüber, sondern auch das Leben in diesem Land betreffend. Eine Ergänzung passend zum Thema:

An ihrer Sprache sollt Ihr sie erkennen … ist ein Beitrag überschrieben, welcher sich mit dem Gebrauch von Sprache im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Ereignissen in der Ukraine und deren Spiegelung in den Medien auseinandersetzt.
In einem anderen Zusammenhang erhielt ich Werbung für die Junge Welt, „3 Monate jW für 60,-€, inklusive Bildungsprämie*“. Im Text dazu ist unter anderem zu lesen: „Aber es gibt die junge Welt – eine Bastion für Vernunft, Zurückhaltung, Ruhe und Schönheit, die Ihnen ein Bildungsangebot der besonderen Art macht. Lassen Sie es uns im Shakespeare-Jahr mit Hamlet sagen: >>Sein oder Nichtsein; das ist hier die Frage:/Ob´s edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern/Des wütenden Geschicks erdulden oder,/Sich waffnend gegen eine See von Plagen,/Durch Widerstand sie enden?<< Wir sind für Widerstand gegen Analphabetismus jeder Art, politischen, philosophischen, geschichtlichen und sonstigen** – schon aus eigenem Interesse: jW soll auch in Zukunft gelesen und verstanden werden.“

**von mir herausgehoben

Freidenker 4-12 EXTRA Dezember 2012

Sonntag, 30. Dezember 2012 von Webredaktion
Im Freidenker 4-12 EXTRA Dezember 2012 ist unter anderem ein Text enthalten, welcher mit „Aufgabe der Aufklärung: Die Richtigstellung der Begriffe““ überschrieben ist. Einleitend ist zu lesen: „
„Der Deutsche Freidenker-Verband sieht das Ziel der historischen Aufklärungsbewegung, die Durchsetzung der Vernunft im geistigen und wissenschaftlichen Leben, für nicht erreicht an, und daher in der Fortsetzung der Aufklärung eine zentrale Aufgabe.
In unserer programmatischen „Berliner Erklärung“ charakterisieren wir Freies Denken u.a. als ein Denken, „dem die Überzeugung zugrunde liegt, dass der Mensch die Fähigkeit besitzt, sich ein Bild von der Welt, wie sie wirklich ist, und seinem Platz in ihr zu machen, seinen Selbstwert aus diesem Zusammenhang zu begreifen und seinem Leben so begründet einen Sinn zu geben“.
Dieser Erkenntnisoptimismus wird oft auf eine harte Probe gestellt. In Gesellschaft, Staat und Politik sind auch heute ‚moderne’ Dunkelmänner am Werk, ihr interessengeleiteter Dogmatismus wird nicht mehr nur von Kirchenkanzeln gepredigt, sondern mithilfe einer milliardenschweren Bewusstseinsindustrie in die Kopfe gehämmert. Die herrschende imperialistische Ordnung soll als gottgewollt und alternativlos erscheinen und geduldet werden.
Um die Akzeptanz irrationaler Verhältnisse zu erreichen, setzt die herrschende Ideologieproduktion mit ihren Leitmedien neben „Zerstreuung“ auf die massenhafte Verbreitung von Irrationalismus. Ungläubige werden zwar nicht mehr als Ketzer verbrannt, aber als ‚Unbelehrbare’ oder ‚Verschwörungstheoretiker’ gebrandmarkt.
Die Kritik an Medien und Medienlügen, an besonders drastischen Beispielen von Meinungsmanipulation und Gehirnwäsche, gilt nicht durchweg als Teufelszeug, sondern hat im Kulturbetrieb einen eigenständigen, teils geachteten Platz. Erkenntnisse wie jene des Publizisten Paul Sethe „Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten“, sind nicht verboten. Der im letzten Irakkrieg geprägte Begriff des „eingebetteten Journalismus“ wird sogar belächelt und vielfach als Synonym für Selbstzensur und – mehr oder weniger freiwillige – Gleichschaltung verstanden.
Trotzdem haben punktuelle Proteste gegen besonders hohlen Flachsinn oder dreiste Lügen sowie partielle Einsichten in die Funktionsweise der Bewusstseinsindustrie leider selten eine nachhaltig befreiende Wirkung, die auch beim nächsten Manipulationsversuch noch standhielte und immunisierte. Paradoxerweise scheinen sie (fast) systemstabilisierend zu wirken, denn die „große Lüge“ bleibt verborgen und unangetastet.
So unverzichtbar die Aufdeckung von Desinformationskampagnen, der Unwahrheiten, Fälschungen und Verdrehungen bleibt – sie entspricht der „Entlarvung des Priesterbetrugs, einer frühen Stufe der Aufklärung also“ (Arnold Schölzel). Eine höhere und nachhaltige Stufe der Aufklärung erfordert, den Voraussetzungen und Mechanismen der „großen Lüge“ auf die Spur kommen. Gegen den verlockenden Reiz, zum ideologischen „Mainstream“ zu gehören“, muss durch widerständische Bildung die Lust zu Widerspruch und Ungehorsam geweckt werden.“weiter

Verbandsorgan des DFV abonnieren:


Bestellformular für den „Freidenker“ herunterladen und per Post schicken an:
Eberhard Schinck, Albrecht-Dürer-Str. 23, 85579 Neubiberg
oder:  E-Mail an  abo@freidenker.de absenden.

In Vorbereitung: Der „Freidenker“ wird voraussichtlich am Anfang des nächsten Jahres auch in elektronischer Form (PDF-Dokument) bestellbar sein.

Bezugspreis jährlich: 10,00 € plus Versand
Einzelheft: 2,50 € plus Versand

Für Mitglieder des DFV ist der Bezugspreis des „Freidenker“ im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Die Redaktion des „Freidenker“ ist erreichbar über die E-Mail-Adresse mail redaktion@freidenker.de.

Quell und mehr: Klick!

Offener Brief: Sagen Sie „NEIN“ zur Kriegsbeteiligung gegen Syrien!

Dienstag, 11. Dezember 2012 von Webredaktion
In den letzten Tagen wird wieder die Kriegstrommel gegen Syrien intensiv gerührt, die USA vorneweg, die Nato hinterher und mit dabei die Bundesregierung. Die jüngsten Wahlen in den USA sind Geschichte und wahlkampfbedingte Zurückhaltung wird nun nach und nach aufgegeben. Die Vorwände, welche gegen Syrien vorgebracht werden sind nicht neu, dabei wird ein spekulativer Einsatz von chemischen Waffen gegen die „Aufständischen“ orakelt. Wenn dieser Fall eintreten sollte, dann …, nur solange möchte man nicht warten und so wird schon mal beschlossen Raketensysteme an der türkischen Grenze zu Syrien zu stationieren. Der Beschuss türkischen Gebiets mit Granaten aus Syrien reicht als Kriegsgrund nicht, da sich letztlich herausgestellt hat, dass sogenannte Rebellenkräfte dafür verantwortlich waren. Und obwohl Patriot-Abwehrsysteme nicht unbedingt dafür geeignet sind Granatbeschuss abzuwehren, hat die NATO deren Stationierung an der türkischen Grenze zu Syrien beschlossen. Ein entsprechender Beschluss des Bundeskabinetts folgte auf dem Fuße, nun muss noch der Bundestag entscheiden, was in der nächsten Woche geschehen soll.
Der Vorsitzende des Deutschen Freidenker-Verbandes, Klaus Hartmann, richtete heute per Email an alle Bundestagsabgeordneten den angehängten Offenen Brief „Sagen Sie ‚NEIN‘ zur Kriegsbeteiligung gegen Syrien!“
Offener Brief: Sagen Sie „NEIN“ zur Kriegsbeteiligung gegen Syrien!
Sehr geehrte Dame,
sehr geehrter Herr,
am 12. Dezember 2012 sollen Sie über den Antrag der Bundesregierung zwecks „Entsendung bewaffneter deutscher Streitkräfte zur Verstärkung der integrierten Luftverteidigung der NATO (NATINADS) auf Ersuchen der Türkei auf Grundlage des Rechts auf kollektive Selbstverteidigung (Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen) sowie des Beschlusses des Nordatlantikrates vom XX. Dezember 2012 hierzu“ befinden. Obwohl Syrien nicht die Absicht hat, die Türkei anzugreifen, sich vielmehr bewaffneter Banden erwehren muss, die aus der Türkei eindringen, und für deren Bekämpfung Raketen ungeeignet sind, gibt der deutsche Außenminister die fadenscheinige Begründung, das Patriot-Raketen- Abwehrsysteme diene dem „Schutz der Türkei vor möglichen Raketenangriffen aus Syrien.“ Offenkundig geriert sich das NATO-Mitglied Türkei als Schutzmacht der sogenannten „Freien Syrischen Armee“, der sie die Einschleusung samt Waffen über die türkische Grenze nach Syrien ermöglicht, und sie dabei logistisch und geheimdienstlich unterstützt. Die Berufung auf das Recht auf kollektive Selbstverteidigung ist unter diesen Umständen rechtsmissbräuchlich und ein Vorwand, die eigene Kriegsbeteiligung zu tarnen. Die Bereitstellung der gewünschten Waffensysteme bedeutet, dass Deutschland im unerklärten Krieg gegen Syrien von der bisherigen Beteiligung am ferngesteuerten Bandenkrieg zum eigenen aktiven militärischen Eingreifen als Kriegspartei übergeht. Die Waffenbrüderschaft mit der Türkei und den von diesem NATO-Mitglied unterstützten Terrorbanden kann nicht losgelöst von einer weiteren gesehen werden, zu der der Bundestag allerdings nicht gefragt wird: Die von der Bundesregierung beabsichtigte Waffenlieferung von mehreren Hundert Radpanzern vom Typ „Boxer“ und Kampfpanzern vom Typ „Leopard 2“ an Saudi-Arabien unterstützt unmittelbar den zweiten Paten der unter der Flagge der „Freien Syrischen Armee“ kämpfenden Terrorbanden. Mit diesen Handlungen läuft Deutschland Gefahr, weiter in einen Krieg verwickelt zu werden, der schon jetzt als ein Stellvertreterkrieg von Mächten der Region und darüber hinaus charakterisiert werden kann und die Gefahr von noch weit größeren bewaffneten Konflikten heraufbeschwört..
Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Petition Nr. 37867 vom 15. November 2012. Da sie nicht veröffentlicht wird, sondern lediglich den „zuständigen Ministerien zur Prüfung weitergeleitet“ wurde, möchten wir Sie über den Inhalt und den aus völkerrechtlicher Sicht dringen-den Handlungsbedarf in Kenntnis setzen.
Wortlaut der Petition

Freidenker-Brief Nr. 3/2012 v. 28. August 2012

Dienstag, 28. August 2012 von Webredaktion

Das „Frankfurter Solidaritätskomitee für Syrien“ ruft zu einer Demonstration unter dem Motto „Stoppt den Krieg – Hände weg von Syrien“ am Samstag, dem 1. September 2012, dem diesjährigen Antikriegstag, in Frankfurt am Main auf.

Zweck der Demonstration ist es, ein Ende der aggressiven völkerrechtswidrigen Einmischung der USA und anderer NATO-Mitgliedsstaaten sowie arabischer Monarchien in Syrien zu fordern und der in westlichen Ländern weit verbreiteten falschen Auffassung entgegenzutreten, dass es sich bei dem Krieg in Syrien um einen Bürgerkrieg oder einen „Volksaufstand“ gegen den Präsidenten Baschar al-Assad handele. Die Demonstranten wollen der Öffentlichkeit die Wahrheit zu Gehör bringen, dass durch die Einschleusung ausländischer Terrorbanden nach Syrien, die von antisyrischen Medien verharmlosend wie unzutreffend als Kämpfer der inneren Opposition bezeichnet werden, Staat und Gesellschaft destabilisiert und religiöse Zwietracht gesät wer den soll, dass jedoch der größte Teil des syrischen Volkes zur Abwehr dieser Aggression und zur Verteidigung eines modernen, säkularen Staates auf der Seite der offiziellen Staats- und Sicherheitsorgane steht.

(more…)

Film und Diskussionsveranstaltung des DFV in Köln

Montag, 16. Juli 2012 von Webredaktion

Heute als Information erhalten und auch wenn ich die Veranstaltung am 21. Juli 2012 trotz Interesse nicht wahrnehmen kann, sei sie hier empfohlen. Eventuell gibt es ja Leser dieser Seite, welche aus dem Raum Köln stammen, dort leben und sich für das Thema der Veranstaltung, „DAS FEUER, DAS SIE LÖSCHEN WOLLEN, NÄHREN SIE SELBST“, erwärmen können. Veranstalter ist der Landesverband NRW des Deutschen Freidenker-Verband. Näheres kann dieser Einladung entnommen werden. Für nicht organisierte Freidenker sicher auch eine gute Gelegenheit den Deutschen Freidenker-Verband kennenzulernen.


Freidenker-Verbandstag in Nürnberg

Donnerstag, 12. Juli 2012 von Webredaktion

Am 2. und 3. Juni 2012 fand in Nürnberg der Freidenker-Verbandstag statt, zu welchen 3 Mitglieder des DFV-Niedersachsen gereist waren. Weitere Informationen können dem folgendem Text entnommen werden, welcher von der Seite des Deutschen Freidenker-Verbandes übernommen wurde:

Für eine Kultur des realen Humanismus und der Vernunft

Am 2. und 3. Juni 2012 kamen die Delegierten der Landesverbände des Deutschen Freidenker-Verbandes (DFV) zu ihrem Verbandstag in Nürnberg zusammen, dem höchsten Gremium der sich als Weltanschauungsgemeinschaft, Interessenvertretung konfessionsfreier Menschen und Kulturorganisation verstehenden Organisation. Der Kongress betonte die Notwendigkeit, der herrschenden Politik zur Zerstörung von Humanität und Vernunft mit weltanschaulicher Aufklärung entgegenzutreten. Die Freidenker folgen dabei der von Karl Marx formulierten Aufgabe einer »Philosophie im Dienste der Geschichte«, »nachdem die Heiligengestalt der menschlichen Selbstentfremdung entlarvt ist, die Selbstentfremdung in ihren unheiligen Gestalten zu entlarven«.


Freidenker-Verbandstag 2012 in der Villa Leon, Nürnberg

Die Krise des Kapitalismus verursache nicht nur ökonomische und soziale Verwüstungen, sondern bewirke weltanschaulich wachsenden Irrationalismus und kulturell eine breite Entzivilisierung, so der DFV. Dazu zähle, Beschäftigte und Erwerbslose mit nationalistischen Parolen in Deutschland und Griechenland, Frankreich und Portugal oder in anderen Ländern gegeneinander aufzuhetzen. Dafür stehe weiter die Tendenz, soziale Gruppen nach Maßstäben kapitalistischer Nützlichkeit, Verwertbarkeit und Effizienz zu sortieren bzw. »Nutzlose« und »Ineffiziente« auszusortieren. »Eine Gesellschaft mit solchen Chefideologen braucht keine Nazis mehr«, stellte der Verbandsvorsitzende Klaus Hartmann in seinem Bericht fest.

(more…)

Herzlich Willkommen beim Deutschen Freidenker-Verband e.V., Landesverband Niedersachsen



August 2017
M D M D F S S
« Okt    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  

Navigation

Kategorien

Hyperlinks

Beiträge

Schlagwörter

Meta

 

© Deutscher Freidenker-Verband e.V., Landesverband Niedersachsen, Sachsen-Anhalt; Design: Vlad (aka Perun; Anpassungen: DFV-Webmaster