Deutscher Freidenker-Verband e.V. – LV Niedersachsen

Freidenker-Brief Nr. 3/2012 v. 28. August 2012

Dienstag, 28. August 2012 von Webredaktion

Das „Frankfurter Solidaritätskomitee für Syrien“ ruft zu einer Demonstration unter dem Motto „Stoppt den Krieg – Hände weg von Syrien“ am Samstag, dem 1. September 2012, dem diesjährigen Antikriegstag, in Frankfurt am Main auf.

Zweck der Demonstration ist es, ein Ende der aggressiven völkerrechtswidrigen Einmischung der USA und anderer NATO-Mitgliedsstaaten sowie arabischer Monarchien in Syrien zu fordern und der in westlichen Ländern weit verbreiteten falschen Auffassung entgegenzutreten, dass es sich bei dem Krieg in Syrien um einen Bürgerkrieg oder einen „Volksaufstand“ gegen den Präsidenten Baschar al-Assad handele. Die Demonstranten wollen der Öffentlichkeit die Wahrheit zu Gehör bringen, dass durch die Einschleusung ausländischer Terrorbanden nach Syrien, die von antisyrischen Medien verharmlosend wie unzutreffend als Kämpfer der inneren Opposition bezeichnet werden, Staat und Gesellschaft destabilisiert und religiöse Zwietracht gesät wer den soll, dass jedoch der größte Teil des syrischen Volkes zur Abwehr dieser Aggression und zur Verteidigung eines modernen, säkularen Staates auf der Seite der offiziellen Staats- und Sicherheitsorgane steht.

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Braunschweiger Freidenker besichtigten KZ-Gedenkstätte Dora

Sonntag, 26. August 2012 von Webredaktion

Am 14. Juli 2012  besuchten sieben  Mitglieder der Ortsgruppe  Braunschweig die KZ-Gedenkstätte  Dora bei Nordhausen.

Das  faschistische Konzentrationslager Dora-Mittelbau  wurde  am 28. August   als  Außenlager Buchenwald errichtet. Seit 1944 war Dora ein selbstständiges Lager mit  etwa 40 Außenkommandos. Mehr als 30 000 Häftlinge aus 26 Nationen wurden  rücksichtslos bei dem Bau der unterirdischen Produktionsstätten für die V-Waffen und zu deren Herstellung eingesetzt. Bis zur Befreiung  des KZ am 11. April 1945 wurden etwas  16 000 Menschen ermordet.

In den dreißiger  Jahren wurde  im Kohnstein  ein Tanklager für Flugzeugbenzin  angelegt. Nach der Zerstörung der V2-Anlage in Peenemünde wurde hier die Produktionsstätte   aufgebaut. Während dieser Zeit mussten  Häftlinge zeitweise in den Stollen schlafen, während  rund um die Uhr produziert, transportiert und auch gesprengt wurde. So  waren die  Häftlinge ständig unsäglichem Lärm, Nässe und Staub ausgesetzt. Und das bei  12 Stunden Arbeit sowie beim Schlafen, zu dem die Menschen wohl kaum gekommen sind. Die Verpflegung war minimal und von schlechter Qualität. Die  Temperatur im Stollen betrug  ständig  8 °C;  bei einer relativen Luftfeuchtigkeit 60 %. Erst, als die Raketenproduktion  angelaufen war, wurde  das Lager außerhalb des Stollens aufgebaut.

Die Führung  durch die Gedenkstätte ist auch eine Führung durch die menschliche Seele. Unter den Bedingungen im Lager  wurde der  Charakter der Menschen, gepaart  mit dem Überlebenswillen, sichtbar. Besonders  ergriffen waren wir von den Verhaltensweisen, denen die Häftlinge im Lager durch die  Wachmannschaften ausgesetzt waren. Dazu gibt es viele  Beispiele. So über das bewusst willkürliche Bestrafungssystem im Lager, und dem Verhalten der Häftlinge, die als Funktionshäftlinge im Auftrage der Bewacher das Lager zu verwalten hatten.

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Nein zu Spardiktaten und Nationalismus!

Mittwoch, 15. August 2012 von Webredaktion

Solidaritätsreise nach Griechenland, 15. bis 22. September 2012

Ein in der Geschichte der Europäischen Union bisher einmaliges Sparprogramm hat Millionen Griechen in bittere Armut gestoßen. Der Hunger ist zurückgekehrt, das Gesundheitswesen zusammengebrochen. Allein in Athen sind über 250.000 Menschen auf die Suppenküchen der Kirche angewiesen, um zu überleben. Die Krankenkassen sind pleite. Sie können ihre Rechnungen bei Ärzten und Apotheken nicht mehr zahlen. Immer öfter müssen Patienten für Medikamente und ärztliche Behandlung selber aufkommen. Wer dazu nicht in der Lage ist, wie Hunderttausende, bleibt von der medizinischen Versorgung ausgeschlossen.

Während die Lohn-, Gehalts- und Verbrauchssteuern stiegen, wurden die Arbeitslosenhilfe auf 360 Euro im Monat zusammengestrichen und die Bezugsdauer auf ein Jahr gekürzt. Danach bleibt nur die Unterstützung durch Familienangehörige oder der Gang zu den humanitären Suppenküchen. Bei denen, die noch Arbeit haben, wurden die Löhne um bis zu 50 Prozent gesenkt. Der Mindestlohn wurde von 750 auf 590 Euro reduziert.

Die griechische Eisenbahn und die Agrarbank werden privatisiert. Weitere Privatisierungen sollen folgen – faktisch das gesamte griechische Staatseigentum soll internationalen Finanzinvestoren und Konzernen zum Kauf angeboten werden.

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