Deutscher Freidenker-Verband e.V. – LV Niedersachsen

Aufruf zur Mahnwache – „Nein zum Krieg im Donbass“

Bildschirmfoto aus dem Handzettel

Am Donnerstag, 26.04.2018, von 15:00 – 18:00Uhr findet am Kröcke in Hannover – Zentrum, eine Mahnwache „Nein zum Krieg im Donbass“ statt.

Auf diese Veranstaltung sei verwiesen, nicht nur weil dieser Krieg etwas aus dem Blick der Öffentlichkeit verschwunden ist, sondern auch um sich über die Vorgänge in der Ukraine zu informieren und gegen diesen Krieg zu demonstrieren.

Der folgende Text wurde dem Handzettel entnommen:

Im Donbass, im Osten der Ukraine, herrscht nun schon das vierte Jahr Krieg. Er forderte bereits das Leben von mehr als 10.000 Menschen, fast 24.000 wurden verletzt, etwa 2 Millionen waren gezwungen, ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen. Hunderte Kinder wurden getötet und verletzt.

Viele hierzulande wissen nichts davon. Der Krieg wird in den herrschenden Medien verschwiegen und wenn ausnahmsweise berichtet wird, dann in einer äußerst einseitigen und zumeist verlogenen Form.

Das Blut der Einwohner des Donbass klebt an den Händen der Regierung in Kiew und der Mörderbanden der ukrainischen Nationalisten. Die Bevölkerung im Donbass war nicht bereit, die Regierung in Kiew zu akzeptieren, die im Gefolge des Maidan-Putschs ans Ruder gekommen war. Dabei spielte der Widerstand gegen den extrem ukrainisch-nationalistischen Kurs der Regierung und deren Hasstiraden gegen alles Russische eine zentrale Rolle.

Die Proteste im Donbass beantwortete die Regierung in Kiew bereits im April 2014 mit dem Beginn einer so genannten Anti-Terror-Operation im Donbass. Mit Hilfe von Kampfflugzeugen und schwerer Artillerie begann das ukrainische Militär, friedliche Städte und Dörfer dem Erdboden

gleich zu machen. Die Widerstandskräfte im Donbass antworteten mit der Ausrufung der Donezker Volksrepublik (DVR) und der Lugansker Volksrepublik (LVR). In blutigen Auseinandersetzungen konnten sich die beiden Republiken im Sommer 2014 gegen das rücksichtslos vorgehende ukrainische Militär behaupten.

Auf den Territorien der DVR und LVR wurden fast 40.000 Gebäude zerstört. Dabei geht es nicht um militärischen Objekte, sondern ausschließlich um Schulen, Krankenhäuser und Wohnhäuser.

Wie würden wir reagieren, wenn unsere Wohngebiete Tag für Tag und Nacht für Nacht mit Mörsern, Panzern und von Scharfschützen beschossen würden ? Wenn auf der Seite der Aggressoren äußerst gewalttätige Neonazigruppen zu Hunderten und oftmals auch alkoholisiert brutal ihr Unwesen treiben und unsere Lebensperspektive gefährden?

Die Verabschiedung des so genannten „Gesetzes zur Reintegration des Donbass“ und die fortgesetzten Lieferungen von todbringenden Waffen aus den USA und der EU in die Ukraine zeigen, dass eben die USA und mit ihr die NATO und die Mehrzahl der EU-Staaten an einer Fortsetzung des militärischen Konflikts mitten in Europa interessiert sind. Die Antwort der Menschen im Donbass lautet: Wir wollen nicht länger in einem Staat Ukraine leben, dessen Regierung einen blutigen Bürgerkrieg gegen uns führt.

Unsere Antwort ist: Wir rufen zeitgleich mit vielen anderen Parteien und Organisationen hier und in anderen Ländern zum Protest gegen diesen Krieg gegen die Meschen im Donbass auf.

Wir mahnen: Die deutsche Bundesregierung muss ihren Teil dazu beitragen, dass nicht wieder ein großer Krieg nach Europa gebracht wird. Die Bundesregierung darf nicht länger die Machthaber in Kiew bei ihrem Krieg gegen das eigene Volk unterstützen. Sie muss ihre Vasallentreue gegenüber den USA aufgeben und mit anderen zusammen der US-Regierung in den Arm fallen – diese hat sich längst entschlossen, die Ukraine zu einem permanenten anti-russischen Krisenherd zu machen, der zum Ausgangspunkt für einen großen Krieg in Europa werden kann. Dagegen stehen die Menschen im Donbass, sie verdienen unsere Unterstützung.“

Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 24. April 2018 um 16:20 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Aufklärung, Niedersachsen, Solidarität, Termine & Veranstaltungen abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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