:: Deutscher Freidenker-Verband e.V. – Niedersachsen ::

Gibt es keine sinnvolle Beschäftigung?

Donnerstag, 27. Oktober 2016 von Webredaktion
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Zu „Grusel-Clowns“ (Braunschweiger Zeitung vom 26. Oktober 2016):

Die Grusel-Clowns sind die Fortsetzung der Fernseh-Monster-Kriminalität in der Realität. Ehrlich gesagt, es ist sehr erschreckend, was besonders auch Kindern und Jugendlichen auf den Bildschirmen an Brutalität, Horror und Unterwelt vorgesetzt wird. Das fördert regelrecht den Nachahmungstrieb. – Auch wird Halloween durch alle Medien hochgeputscht und hochgejubelt, so dass für uns die ernsten Folgen wahrlich keine Überraschung sind.

Ich vermisse die Gegenaufklärung. Besonders  schweigsam verhalten sich die Kirchen und die Schulen. Und warum ist nicht vom Reformationstag die Rede, deren Feier zum 500. Jahrestag der Reformation schon in Vorbereitung sein soll? – Ich habe weder in Zeitungen noch in den anderen Medien gelesen noch Stellungnahmen gehört, in denen vor solchem Halloween-Missbrauch gewarnt wird. Dieser Missbrauch durch die Grusel-Clowns ist unter Strafe zu stellen. Hier ist auch der Staat gefordert.

Auch müssen die Schulen und alle Einrichtungen, die an der Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen beteiligt sind, diese Menschen über die Gefahren aufklären, die von solchem Unfug ausgehen. Dabei sollten auch Fragen von Moral und Ethik angesprochen werden. Nur so können die Jugendlichen erkennen, wovon sie besser die Finger lassen sollten.

Wie ist das hier mit dem Vermummungsverbot? Darüber sollten die Politiker gründlich nachdenken. So ein Grusel-Clown ist ja schließlich um ein vielfaches gefährlicher als eine Frau, die einen Schleier trägt.

Gibt es keine sinnvolle Beschäftigung für unsere Kinder und Jugendlichen? Müssen die Jugendlichen solchen gefährlichen Unfug treiben? Auch darüber sollte mit den Kindern und Jugendlichen gesprochen werden. Welches Angebot hält unsere Gesellschaft für diese Menschen parat?

Mit menschlichen Grüßen

Kurt Wolfgang Ringel

Über Glücksheuchelei  und über  wirkliches  Glück!

Mittwoch, 07. September 2016 von Webredaktion
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Pressinformation/Leserbrief

Was uns so  bewegt – nichts bewegt uns so viel wie das Glück

Über Glücksheuchelei  und über  wirkliches  Glück

Zu „Selbst ernannte Ministerin für Glück“ (Braunschweiger Zeitung vom 03. September 2016)

»„GEBT MIR Generäle, die Glück haben!“ rief Napoleon einmal aus. Das erinnert mich an Goethes Faust, der sich beklagte: „Wie sich Verdienst und Glück verketten,/ Das fällt den Toren niemals ein“. Glück kann ein großer Wohltäter sein. Es kann auch die Ursache von Katastrophen sein. Ich erinnere mich undeutlich an einen dieser übelwollenden griechischen Götter – oder war es eine Göttin? -, der seine menschlichen Opfer dadurch zugrunde richtete, dass er sie glücklich machte. Glück geht mit Hybris einher. Und Hybris* führt zur Nemesis.**«[1]

  Aber Vorsicht damit,  Kriterien aufzustellen,  und danach einen Weltglücksbericht aufzustellen. Damit ist es nicht genug. Der Gipfel des Unfugs ist, wenn gewisse Kreise eine Länderklassifikation, eine Einstufung von Ländern nach der Menge des angeblich in den Ländern vorhandenen Glück Glücks-Kriterien festlegen. Eine solche Einordnung ist genauso unrealistisch wie sinnlos.

    Beihilfe zum Glück kann hilfreich sein. Wir können unsere Mitmenschen zu Aufmerksamkeit verhelfen, kann er persönliche Glücksmomente erleben. Dazu gehören vor allem, die Aufmerksamkeit im Leben und das selbstständige Denken. Aber wir müssen auf der Hut sein, denn oft wird uns der Weg zum Glück nur vorgeheuchelt.

    Warum das Glücksempfinden von sehr gern missbraucht wird, liegt an den real existierenden gesellschaftlichen Verhältnissen. Immer zu Zeiten, in denen es der Gesellschaft bzw. einem großen Teil von ihnen schlecht geht, wird zu unlauteren Mitteln gegriffen, um den Menschen vorzugaukeln, dass für sie  doch alles Glück der Welt  vorhanden wäre. Diese Gefühlsheuchelei und Glückssuggestion wird als ideologisches Rauschgift, wird als Droge eingesetzt, um miserable gesellschaftliche Verhältnisse zu verschleiern, um Wahrheiten vor Menschen zu verbergen. Es geht in Wahrheit nicht um menschliches Glück; sondern um das Glück als Droge. Darin liegt die Gefährlichkeit dieses Treibens. Und viele Menschen durchschauen dieses Spiel, welches mit ihnen getrieben wird?

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Bei Freidenkern gefunden: Das Friedensvolk von Kiew! – mit einer Nachbemerkung

Dienstag, 23. August 2016 von Webredaktion

Glaube, Religion und der Glaube soll ja bekanntlich sogar Berge versetzen, allerdings bedarf es dazu des Menschen Tat! Und so haben sich in der Ukraine viele tausend Menschen, 1 – 1,5 Millionen auf den Weg nach Kiew gemacht um für Frieden zu demonstrieren. Eine Aktion, welche in den westlichen Medien keine Beachtung fand. Dem Link folgend, findet sich ein Video und der Text eines E-Mail, welcher Beachtung verdient!

Jugendweihe 2017 in Braunschweig

Freitag, 19. August 2016 von Webredaktion
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Foto: Rene Ledrado

Die Feier zur Jugendweihe 2016 ist Geschichte, sie fand am 23. April diesen Jahres in der Stadthalle Braunschweig statt. 49 Jugendliche wurden vor über 400 Gästen in die Reihen der Erwachsenen aufgenommen. In Vorbereitung auf diese Feierstunde fanden drei Wochenendveranstaltungen im Harz und eine Veranstaltung in der KZ-Gedenkstätte Drütte statt.

Und nun ist es wieder soweit, es geht an die Vorbereitung und Durchführung des nächsten Jugendweihzyklus, in Vorbereitung auf die Feierstunde 2017 und so wurde folgende Pressemeldung herausgegeben:

Jugendweihe? Das stammt doch aus der DDR? Nein, die Jugendweihe ist schon viel länger ein wichtiger Bestandteil weltlicher Feierkultur, welche den Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter kennzeichnet.

Die Naturfreundejugend Braunschweig (NFJ), der Deutsche Freidenker Verband Niedersachsen (DFV) und der Humanistische Verband Niedersachsen (HVD) veranstalten jährlich, anknüpfend an eine über hundertjährige Tradition der Braunschweiger Freidenker, die Jugendweihe in unserer Region. Sie versteht sich als nichtchristliche und religionsfreie Alternative zur evangelischen Konfirmation oder katholischen Firmung.

In Vorbereitung auf die gemeinsame JugendFEIER, also die abschließende Festveranstaltung der Jugendweihe, fahren Mädchen und Jungen ab dem 14. Lebensjahr an mehreren Wochenenden in den Harz, können dort an kleinen Workshops zu Themen wie Philosophie, Ökonomie und Vorurteilen teilnehmen. Auch spannenden Aktionen wie Kistenklettern, Nachtwanderung und Bogenschießen stehen auf dem Programm. Gebührend gefeiert wird der Abschluss der Jugendweihe mit einer Festveranstaltung, wie z.B. dieses Jahr mit über 400 Gästen in der Braunschweiger Stadthalle. Michael Schulz, Ortsjugendleiter der Naturfreundejugend Braunschweig resümiert über die Jugendweihe wie folgt: „Wichtig war uns dabei die Erkenntnis, dass jeder Mensch von Geburt an gut ist und für sich auch was ganz besonders Wertvolles und Einzigartiges darstellt.“

Am 23. Oktober 2016 um 16.30 Uhr laden die Naturfreundejugend Braunschweig, der Deutsche Freidenker Verband Niedersachsen und der Humanistische Verband Niedersachsen alle interessierten Eltern und Kinder zu einer Informationsveranstaltung in das Naturfreundeheim, Schrotweg 112, 38122 Braunschweig, ein. Rückfragen gerne unter: 0531 890018 oder naturfreundeladen@web.de 

Weiter Informationen und Termine sind hier zu finden: klick

Freidenker Nr. 2-15 Juni 2015

Dienstag, 06. Oktober 2015 von Webredaktion
Freidenker2-15Juni2015 Der aktuelle Freidenker widmet sich einem interessantem Thema, „Fortschritt   – Wissenschaft – Technik“ unter der Prämisse: „Im Dienst des Menschen?“. Im Heft finden sich sehr interessante Beiträge, welche dieses Thema unter verschiedenen Prämissen betrachten. In einem Beitrag von Herbert Hörz, welcher überschrieben ist: „Gesellschaftssystem – Moralkodex und Verantwortung der Wissenschaftler – Herrschaft, Wissenschaft und Moral früher und heute“ ist unter dem Punkt „2 Welche Rolle spielen Weltbilder für verantwortungsbewusstes Handeln?“ zu lesen: „Sie bestimmen den Wertekanon und die Verhaltensnormen. In seiner Analyse von Weltbildern bemerkt Karl Lanius, Physiker und Gesellschaftskritiker, zur gegenwärtigen Situation, dass uns Politiker und Medien einhämmern, die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse seien alternativlos. Das führt zu einem verkümmerten Weltbild, das den „marktgerechten Wandel des Bewusstseins“ verinnerlichen soll. Seine wesentlichen Merkmale seien:
  1. Flexibilität, um dem Markt gerecht zu werden.
  2. Mobilität, um, letztlich wurzellos, überall zu Hause zu sein.
  3. Emotionslose Bezogenheit, um jederzeit Beziehungen zur Disposition stellen zu können, ersetzbar und austauschbar zu sein.
  4. Coolness, um ohne Gefühle alles hinnehmen zu können, was auf einen zukommet.
Das den Bedürfnissen kapitalistischer Ausbeutung und Expansion angepasste Weltbild mit seinem Menschenbild hat jedoch noch weitere Aspekte. …“
Ein interessanter Text, lesenswert, viele Denkanregungen bietend. Allerdings trifft dies nicht nur auf erwähnten Beitrag zu, sondern auch auf die anderen Beiträge zum Thema, welche überschrieben sind:

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Wieviel Urmensch steckt noch in uns Menschen? -BESUCH IM PALÄON-

Freitag, 13. Februar 2015 von Webredaktion

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Am 27. November 2014 waren wir, die Ortsgruppe Braunschweig des DFV-Landesverbandes in Schönigen, einer kleinen Stadt am Elm. Ziel war ein Museum, welches sich am Rande dieser Stadt befindet. Und ist ein Ort geeigneter als Schöningen, für das Paläon, dem Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere?

»Am Osthang des Elms gelegen, ist Schöningen die älteste, urkundlich benannte Stadt im Braunschweiger Land. Erstmalige Erwähnung fand sie als „Villa skahaningi“ im Jahr 748. Der Vater Karl des Großen, Frankenkönig Pippin, war es, der hier Halt machte, als er gegen seinen bei der Erbfolge übergangenen und nach Sachsen qeflohenen Bruder Gripho in die Schlacht zog.« ( unten genannte Quelle, Seite 10).

Es ist ein sehr junges Museum, noch keine zwei Jahre alt. Trotzdem wird in dem Paläon über Geschichte und Zeiten informiert, die uns nur durch die Archäologie erschlossen und dargestellt werden kann. So sind u. a. Fundstücke zu besichtigen, die 300 000 Jahre alt sind, die Schöniger Speere. Wissenschaftler haben festgestellt, dass sich unsere heutigen Speere von den Speeren unserer Vorfahren kaum unterscheiden. Einen Speer zu fertigen dauerte damals etwa zwei Stunden. Und das vom Baumfällen bis zum fertigen Wurfgerät.

Die gefundenen Speere sind aus Fichtenholz gefertigt; trotzdem sind sie nicht so leicht, wie wir dies heute von dem Fichtenholz kennen. Es war schweres Holz, weil die Fichten auf Grund des kalten Klimas damals langsam wuchsen (ähnlich wie heute die Bäume in Sibirien.)

In Schöningen erhalten die Besucher einen Überblick über 3,6 Millionen Jahre Erdgeschichte. Und auf eine sehr interessante Art und Weise wird dies in einem Zeit-Klima-Panorama gezeigt. Es wird dargestellt, wie Pflanzen und Tiere sich durch die Klimaänderung entwickelten. Neue Arten entstanden, andere Arten starben aus, – je nach den jeweils existierenden Klimaverhältnissen. Zu sehen ist auch, wie sich über die Jahrmillionen hinweg der Mensch entwickelte. Im Laufe der Geschichte unseres Planeten Erde gab es permanent Wechsel von Warme- und Kaltzeiten. Etwa alle 100 000 Jahre erfolgt ein Wechsel von Warm- und Kälte(Eis)zeiten auf der Erde. Ein Blick in die Gegenwart zeigt uns, dass dieser Wechsel auch weiterhin von statten geht. Wir lernen, dass die Erde ständig in Bewegung war und ist, und es auch weiter so sein wird, so lange die Erde existiert. Tektonische Verschiebungen finden in den Zeitläufen der Erdgeschichte des Planeten ständig statt.

Eine altbekannte Tatsache wurde den Besuchern im Museum bestätigt: Der Mensch stammt nicht vom Affen ab. Aber beide haben gemeinsame Vorfahren. Friedrich Engels wird sich sicher gern korrigieren lassen. Schrieb er doch „Über die Menschwerdung des Affen.“ – Die Bevölkerungsdichte war sehr niedrig. Es wird geschätzt, dass in der Altsteinzeit in Europa etwa 30.000 Menschen lebten. Damals war der Feuerstein das wichtigste Material, um Schneidwerkzeuge herzustellen. Dazu wurden die Steine geschlagen, so dass scharfe Stein-Klingen absprangen. In einem Video wird gezeigt, wie in der Tierklinik Hannover mittels Werkzeuge aus Feuersteinen ein Pferd zerlegt wird.

Auch wenn vieles von der frühen Erdgeschichte ungeklärt bleibt, so lernen wir doch manches über die Biografie des blauen Planeten. Vom Museum aus ist durch das Panoramafenster der Kohletagebau zu sehen. Die Ausstellungsstücke des Museums stammen aus dem Abraum, der entfernt werden musste, um an das Kohleflöz zu gelangen. Und in dem darunter liegendem Flöz befinden sich prähistorische Funde aus der Erdzeit, als Dinosaurier die Erde bevölkerten. Das war vom Mesozoikum (Erdmittelalter), von der Mittleren Trias vor rund 235 Millionen Jahren bis zur Kreide-Tertiär-Grenze vor etwa 65 Millionen Jahren.

Der Tagebau soll von 2017 an geflutet werden. Es wird damit gerechnet, dass dieser Tagebau im Jahre 2070 vollständig geflutet sein wird.

Der Vergleich über scheinbar unendlich lange Zeiträume hinweg hilft uns Menschen, unsere Gegenwart besser zu verstehen und zielgerichteter zu leben. Und versuchen wir, unser Leben  menschlicher zu gestalten? – Wir sollten daraus die erforderlichen Schlüsse für unser weiteres Tun und Handeln ableiten.

Die prähistorische Geschichte hilft uns, unser Leben in der Gegenwart sinnvoll einzuordnen und vernünftig zu leben. Aus dieser Sicht verstehen wir auch Goethe besser, der Faust sagen lässt: „Nur was der Augenblick erschafft, das kann er nutzen!“ – Die Natur zeigt dem Menschen, dass ein Aufhäufen von Schätzen über ein zum Leben erforderliches Maß hinaus nutzlos und sinnlos ist. Der Mensch muss sich ständig den Änderungen der Natur anpassen. Und diese Änderungen der menschlichen Lebensweise erfordern immer wieder andere materielle Dinge, um zu leben und überleben zu können. Im Paläon wird deutlich, dass alles nur eine Frage der Zeit ist. Dies gilt explizit für uns Menschen….

»Die Schöninger Speere – ein kulturelles Erbe von Weltrang. Seit 1983 werden im Abbauvorfeld des Braunkohlentagebaus Schöningen archäologische Ausgrabungen im Rahmen eines interdisziplinären Langzeit-Forschungsprojektes durchgeführt. Träger ist das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege. Mitte der 90er Jahre gelangen mit den Schöninger Speeren die spektakulärsten Funde. Am Originalfundplatz eröffnete im Sommer 2013 das paläon, Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere, und macht unter dem Motto „Entdecke den UrMensch in dir!“ die Geschichte unserer Vorfahren greifbar.«
[Quelle: Stadt der Speere/ Schöningen; 1. Auflage; Januar 2014; Seite 14 ]

Mit menschlichen Grüßen

Kurt Wolfgang Ringel

Besuch in der Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte

Montag, 09. Februar 2015 von Webredaktion

KZ-Drütte

Am 07.02.2015 besuchten die Teilnehmer in Vorbereitung auf die Jugendfeierstunde 2015 in Braunschweig die Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte. Die Gedenkstätte befindet sich auf dem Gelände der Salzgitter AG und um 9:30Uhr trafen sich die Teilnehmer vor Tor 1 des Werkes. Nach betreten des Betriebsgeländes gab es eine kurze Einleitung zur Entstehung der ehemaligen Hermann Göring Werke auf der „Grünen Wiese“ und deren Aufgabe. Die Rüstungsindustrie brauchte Stahl und um von Rohstoffimporten unabhängig zu sein, begann man Erzlagerstätten, welche bis dahin nicht genutzt wurden, weil der Aufschluss des Erzes zu aufwendig war, unter Berücksichtigung aktueller technologischer Entwicklungen, auszubeuten.
Zur Produktion wurden Arbeiter gebraucht und angeworben, allein konnte der Bedarf so nicht gedeckt werden und besonders nach Kriegsbeginn, wo viele Männer zum Wehrdienst eingezogen wurden, wurde der Bedarf an Arbeitskräften durch Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten und ab Ende 1942 auch durch KZ-Häftlinge gedeckt. Das Leben letzterer war Gegenstand der Jugendstunde.
In einer ehemaligen Bushaltestelle aus den 1950iger Jahren, an der Hochstraße, über dem ehemaligen Lagerbereich gelegen, wurden das Lager an Hand eines Models und verschiedene Abläufe im Leben der Häftlinge erklärt. Anschließend ging es eine Treppe hinab, unter der Hochstraße hindurch, in den Lagerbereich. Nach kurzen, weiteren Erläuterungen durch die Leiterin der Gedenkstätte, ging es in eine der ehemaligen Unterkünfte der Häftlinge unter der Hochstraße. Dort gab es weitere Erläuterungen, sowie Gruppenarbeiten zu verschiedenen Themen, wie z. B. Kleidung, Essen, Arbeiten, Leben, Außenkontakten der Häftlinge. Die einzelnen Sachgebiete konnten in der Ausstellung erarbeitet werden und die Ergebnisse wurden von den Gruppen vorgetragen und anschließend diskutiert. Erschreckend unter welchen Bedingungen die Häftlinge lebten und arbeiteten, ihrer Würde beraubt, wurden sie wie Vieh gehalten und behandelt, ein Menschenleben zählte nicht. In den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges wurden die Häftlinge abtransportiert, in einem Zug bombardiert, von SS und Bürgern gehetzt, zum Teil wahllos erschossen und weiter getrieben.
Warum ist es notwendig sich heute mit dieser Vergangenheit zu beschäftigen? Faschismus ist keine Erscheinung der Vergangenheit, er ist gegenwärtig und faschistische Ideologie ist in breiten Bevölkerungsschichten präsent, zum Teil zwar unterbewusst, aber gerade auch aus diesem Grund um so gefährlicher. Jüngste Entwicklungen hierzulande, wie Pegida und ihre Ableger zeugen davon.
Die Gedenkstätte in Salzgitter wurde nach langem Kampf, wie ich im letztem Jahr von einem Freidenker aus Salzgitter erfahren konnte, in den 1990iger Jahren erst eingerichtet, also zu einer Zeit, als die Nachkriegsordnung in Deutschland, mit dem Untergang der DDR schon erhebliche Veränderungen erfahren hatte. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass in der DDR in solchen Zusammenhängen immer die Rede vom deutschen Faschismus oder andersgeartetem Faschismus war und in der BRD, wie heute üblich, vom Nationalsozialismus oder verkürzt von Nazismus gesprochen wurde. Das in diesem Zusammenhang das eigentliche Wesen des deutschen Faschismus verschleiernde Propaganda der Faschisten übernommen wurde, scheint nur wenigen bewusst. Denn Faschismus ist weder sozial, noch national, selbst wenn er nationalistisch daherkommt.

Th. Loch

Sind Menschenwürde und Humanität geschäftsschädigend und lebensqualitätsmindernd?

Freitag, 16. Januar 2015 von Webredaktion

»Tja, wo lassen wir denn nun die Alten? Auf den Mond schießen geht nicht. Schade, da würden sie keinen stören. Und man würde nicht ständig daran erinnert werden, dass man selbst auch alt wird. Dass wir mal Kinder waren haben wir auch längst vergessen. Kindergärten und Spielplätze wollen wir ja auch nicht in unserer Nachbarschaft. Neulich wurde im Parlament stundenlang über die Sterbehilfe debattiert. Vielleicht wird man auch bald darüber debattieren, wie lange ein Mensch maximal leben sollte. Wann ist es genug – nach 80 oder 90 Jahren? Der Satz „Alte, gebt den Löffel ab!“ ist auch schon öffentlich gefallen. In drei bis vier Generationen ist man vielleicht da angekommen, dass man darüber debattiert, wie man es den Alten schmackhaft machen kann, freiwillig mit ärztlicher Hilfe aus dem Leben zu scheiden. Viele würden das sicher dankbar annehmen. Hiermit möchte ich mich also entschuldigen, dass ich bereits 82 Jahre bin und möglicherweise auch mal ein Seniorenheim in Anspruch nehmen muss oder dem Staat zur Last fallen könnte. Ich werde versuchen, so unauffällig wie möglich zu altern!« [1]

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das was heute so abgeht in Braunschweig ist nur ein Beispiel der kapitalistischen Entwicklung in Deutschland. Das Verwerfliche daran ist, das wir schon so weit gekommen sind, dass sich Bürger in ihrer Lebensqualität gestört und belästigt fühlen, nur weil Menschen um sie herum leben, die nun mal alt oder krank sind. Es ist doch der Lebenslauf, das die Menschen von Geburt an unterschiedliche Lebensstufen durchlaufen. Auch das höhere Lebensalter gehört dazu. Worum geht es hier denn eigentlich? Eine Leserin schreibt folgendes:

»Gegen das geplante Bauprojekt der BBG im Heidberg gehen unglaublicherweise während einer Sondersitzung mehr als 150 Anwohner der näheren Umgebung auf die Barrikaden, lassen ihre Emotionen hochkochen, sammeln Unterschriften gegen die Menschlichkeit. Ich schäme mich für so viel Ignoranz dem Leben und Sterben gegenüber. Ein Senioren- und Pflegeheim mit 84 Plätzen für kranke und ältere Menschen war der Grund für schlaflose Nächte. Da vergleicht der Bezirksbürgermeister das evtl. Verkehrsaufkommen durch ein Seniorenheim mit einem Hotelbetrieb (schön wäre es) und maßt sich an, darauf hinzuweisen, dass aus seiner Sicht die Lage für ein solches Objekt, abseits öffentlicher Verkehrsmittel und irgendwelcher Supermärkte, alles andere als optimal sei. Jüngere Menschen sollen in den Stadtteil kommen….. « [2]

Die Bürger, die gegen das Seniorenheim protestierten, sind sehr kurzsichtig. Es ist nicht allein das Alter, was ein Leben in einem Pflegeheim erforderlich machen kann. Es haben manche Menschen auch Krankheiten, so dass eine Betreuung rund um die Uhr erforderlich ist. Und wie schnell können Personen, die kein Seniorenheim in ihrer Nähe haben wollen, gezwungen sein, in einem Heim zu leben. Ich erinnere nur an die Unfälle, die tagtäglich passieren. – Wieviel Arroganz, Überheblichkeit und Egoismus wird aus dem Verhalten der Bürger sichtbar.

Und das Non-Plus-Ultra solcher Verhaltensweisen ist bei manchem Bürger noch in schlechter Erinnerung. Es war die Zeit des Faschismus in Europa. Während dieser Zeit wurde, was der Nazi-Jargon „lebensunwertes Leben“ nannte, vernichtet. Sind dies, was wir hier erleben, erneute Anfänge auf dem Wege zur Ausgrenzung und Kriminalisierung von Menschengruppen? – Mich erinnert ein solches Verhalten der Bürger von BS-Heidberg an eine schlimmere Form von Udo Jürgens „Ehrenwertes Haus“.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
es gehen neue Geister um in der Welt. Und der Geist in Braunschweig ist nur einer von ihnen. Es sind keine flotten Geister. Nein, eher sind engstirnige, egoistische Geister. Wo kommen diese Gespenster denn nur her? Der Schlaf der Vernunft ruft diese Ungeheuer hervor. Und die Politiker des kapitalistischen Systems tragen auch mit die Verantwortung dafür. Sie waren und sind dabei, im Auftrage aller Profitsüchtigen, die sozialen Grundlagen abzubauen bzw. zu zerstören.
Das Schlimme ist nun, das es Bürger und Bürgergruppen gibt, die in die Fußstapfen dieser Politiker treten. Der Sozialabbau ist auch zu einem Bürgersport geworden.
Was hier in den unverschämten Bürgerinitiativen ihren Ausdruck findet, ist die Forderung nach Sozialabbau. Und das durch eine verwöhnte Einwohnerkaste, die sich in ihrer Selbstgefälligkeit gestört fühlt. Es ist ein völlig überzogenes Handeln von Bürgern, denen es scheinbar noch zu gut geht. Wäre es nicht so, dann hätten diese Bürger verständnisvoller gehandelt.

Wo aber bleibt der Hinweis auf das Grundgesetz? Und auch auf die Deklaration der Universellen Menschenrechte? Steht dort nicht, dass vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind. Deshalb muss ich fragen, warum das Grundgesetz missachtet wird. Nichts anders als eine Gesetzesverletzung ist das Verhalten der Bürger. Und die Stadtverwaltung hat nichts in der Hose, um energisch dagegen anzugehen. Ist ein solches Verhalten Ausdruck von christlicher Moral und Ethik? Wie war das gleich mit den zehn Geboten?

Die Gründe für ein solches menschenfeindliches liegen bei den Staat und ihren Politikern! Der Staat lebt doch den Menschen Arroganz und Egoismus per Gesetz und Handeln tagtäglich vor. Ich sehe die Hartz-VI-Empfänger und all die Menschen, bei denen das Geld weder zum Sterben geschweige denn zum Leben reicht. Obendrein werden diese Menschen verhöhnt und kriminalisiert. Diese wirtschaftsorientierte Staatspolitik lässt doch jede ehrliche Sorge und Fürsorge für menschliche Belange außen vor!

Liebe Leserinnen, liebe Leser!
»Die lange vorherrschende Tendenz, Krankheit, Alter und den Tod zu verdrängen, ist auch hier wieder deutlich gemacht worden. Da wird dann zu Weihnachten gespendet für die Armen dieser Welt, nur die Behinderten vor der eigenen Haustür sollten wohl doch besser im Ernstfall auf die grüne Wiese, um den Anblick nicht als tägliche Belästigung ertragen zu müssen…..
Das einzige was sie möchten, ist ein Leben in Würde und Akzeptanz. Die BBG hat schon mit dem in der Tuckermannstraße gebauten Seniorenheim, in dem übrigens nicht nur ältere Bewohner leben, ein wunderbares, innovatives Zuhause für kranke und ältere Menschen geschaffen. Leider gibt es viel zu wenige Häuser dieser Art. Es wäre ein Fortschritt für die Stadt Braunschweig, wenn es mehr Investoren für altersgerechtes Wohnen in Verbindung mit einem Pflegeheim geben würde. Während in anderen Großstädten dieses Problem lange erkannt wurde, hinkt Braunschweig hinterher. Nicht nur Eigentumswohnungen für Reiche sind da gefragt, auch Menschen mit einem geringeren Einkommen haben bei einer schweren Erkrankung oder im Alter das Recht auf einen bezahlbaren Wohnraum.« [3]

Und es ist zwingend notwendig, ernsthaft darüber nachzudenken. Wie schnell kann es passieren, dass Menschen selbst in eine Situation kommen, und auf eine solche Wohnung angewiesen sind.
QUELLEN:
[1] Entschuldigung, dass ich 82 bin; Zu „Vier neue Wohnblocks im Heid­berg“ vom 20. November über die Pläne an der Greifswaldstraße; Von Nicola Trostorff, Braunschweig, Braunschweiger Zeitung vom 23. Dezember 2014
[2] Ich schäme mich für so viel Ignoranz/ Zu „Vier neue Wohnblocks im Heid­berg“ vom 20. November über die Pläne an der Greifswaldstraße
Von Ilona Nowak-Zimmermann, Braunschweig, Braunschweiger Zeitung vom 23. Dezember 2014
[3] Ebenda

Ich bitte alle, denkt mal drüber nach!
Mit menschlichen Grüßen

Kurt Wolfgang Ringel

Dresden – Paris und zurück

Dienstag, 13. Januar 2015 von Webredaktion

Freidenker-Brief Nr. 1/2015 v. 9. Januar 2015

Dresden – Paris und zurück

Der kaltblütige Mord in Paris hat weltweit Trauer ausgelöst. Die Geschwindigkeit allerdings, mit der Politik und Medien bereits die Motive der Mörder kennen, bevor sie die Mörder kennen, geschweige denn Ermittlungen begonnen hätten, muss sehr verwundern. Die schnelle Deutung und Schuldzuweisung könnte auf hellseherischen Fähigkeiten beruhen, oder einem schon existierenden ‚Drehbuch‘. Nach der fixen Schuldzuweisung an Muslime und den Islam verblüfft als Nächstes, dass die selben Politiker und Medien davor warnen, das Pariser Attentat könnte Wasser auf die Mühlen von ‚Ausländerfeinden‘ und jenen sein, die gegen „Islamisierung“ demonstrieren. Also der Geschichte erst selbst diesen Dreh geben, dann davor warnen?

Dürfen angesichts der Einstimmigkeit überhaupt Zweifel angemeldet werden, oder wird das als Kumpanei mit Mördern denunziert? Albrecht Müller von den Nachdenkseiten weist auf das unaufgeklärte Oktoberfest-Attentat in München und jenes in Bologna 1980 hin, und zitiert wikipedia:

„Die Strategie der Spannung (italienisch strategia della tensione) ist ein 1990 in Italien bekannt gewordener Begriff für eine Reihe unter „falscher Flagge“ inszenierter terroristischer Aktivitäten von italienischen Geheimdiensten, Rechtsextremisten, der NATO/CIA-Geheimorganisation Gladio und der Geheimloge Propaganda Due (P2). Diese hatten das Ziel, die öffentliche Meinung zu Ungunsten der politischen Linken zu manipulieren, insbesondere der Kommunistischen Partei Italiens. Weil sich ähnliche Vorgänge auch in anderen Ländern nachweisen ließen, wird der Begriff mittlerweile generell für bestimmte staatsterroristische Aktivitäten verwendet, siehe Strategie der Spannung.“

Beim Stichwort „falsche Flagge“ erinnert ein Vorfall unwillkürlich an die Vorgänge um den 9/11 in New York – ein „vergessener“, „gefundener“ Personalausweis, mit dem ein Täter gewissenhaft zu Massenmord gereist sein soll. Und wundersamer Weise sollen sich die Attentäter als Al Qaida bezeichnet haben! Ob sie den Ursprung des Namens kennen, jener Datei/Datenbank der CIA, in der die Namen angeworbener Kollaborateure in Afghanistan gesammelt wurden?

Vor allem muss immer wieder auf die Ursachen der Entwicklung einschließlich solcher Attentate hingewiesen werden: Zunächst in Afghanistan, dann in Bosnien und im Kosovo wurden Islamistische Terroristen von den USA im Verbund mit Saudi-Arabien und Golfmonarchien rekrutiert, bewaffnet, trainiert und zur Zerstörung von Staaten eingesetzt.

Mit dem 11.09., dem Einfall in Afghanistan und dem zweiten Irak-Krieg wurde die “Islamische Gefahr” kreiert als Dauerkriegspropaganda für die Heimatfront. Im Irak wurde ein Staatswesen zerstört, in dem religiöse Koexistenz herrschte, und durch ein Chaos ersetzt, das den bewaffneten Kampf von Konfessionen als zentralen Hebel zur dauerhaften Schwächung und Beherrschung des Landes einsetzt. Ebenso wurde in Libyen ein Staat zerstört und ins Chaos gestürzt, in dem religiöser Friede herrschte, wobei islamistische Söldnerbanden als Bodentruppen der NATO eingesetzt wurden.

Beim nächsten Krieg, der Aggression gegen Syrien, wurde und wird wieder ein Staat zerstört, in dem vordem Menschen unterschiedlicher Konfession friedlich zusammenlebten. Die USA und die anderen westlichen falschen “Freunde Syriens” haben erneut im Zusammenwirken mit den Golfmonarchien islamistische Söldnerbanden geschaffen, die den imperialistischen Stellvertreterkrieg führen. Wenn Muslime aus westlichen Ländern bei diesen Söldnerbanden anheuern, ist die scheinheilige Empörung bei den westlichen Politikern groß, obwohl völlig ungeklärt ist, ob sie der salafistischen oder der NATO-Propaganda folgten.

Obwohl diese Söldner doch im Kampf des Westens gegen die syrische Regierung ihr Leben riskieren, werden sie propagandistisch nochmals missbraucht, um dem heimischen Publikum die “islamische Gefahr” nahezubringen.

Und wenn die Saat der über zehn Jahre andauernden Anti-Islam-Hetze aufgeht, und sich in Pegida u.ä. Protesten entlädt, sind die gleichen Politiker und Medien schnell bei der Hand, diese Demonstranten als Deppen und als Nazis zu beschimpfen. Dabei handelt es sich um Betrogene, betrogen von den gleichen, die sie jetzt verächtlich machen, Betrogene, die den Betrug nicht durchschauen, und so das Geschäft der Betrüger betreiben.

Sie glauben, für ihre Interessen zu demonstrieren, und werden doch nur am Nasenring durch die Manege geführt. Die passende Abkürzung müsste eigentlich Vwuswf lauten – „Verarschen lassen und sich wohl fühlen“.

Kritik an den Pegida-Demonstranten ist wohlfeil. Aber eine Kritik, die diese Zusammenhänge nicht offenlegt und thematisiert, ist keine Aufklärung und kein Antifaschismus, sondern spielt im herrschenden Betrugssystem mit.

Klaus Hartmann
Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes

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Droht eine Eskalation der Ukraine-Krise?

Montag, 01. Dezember 2014 von Webredaktion

FlyerA4Hinweis: folgenden Hinweis erhielt ich per E-Mail und möchte die Gelegenheit nutzen, hier auf folgende Veranstaltung in Braunschweig zu verweisen:

Krieg in Europa

Droht eine Eskalation der Ukraine-Krise?

Vortrag und Diskussion mit Willy Wimmer

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Dienstag, 16.12.2014, 19.00 Uhr
Audimax der TU Braunschweig, Pockelsstr. 14

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In der Ukraine wird nach wie vor mit schweren Waffen gekämpft. Russland lässt Langstreckenbomber über dem Atlantik kreuzen und Präsident Putin von Kriegsschiffen zum G20-Gipfel nach Australien begleiten. Die NATO führt gemeinsame Manöver mit der ukrainischen Marine im Schwarzen Meer durch und kündigt eine besonders schnelle Eingreiftruppe für Osteuropa an. Die gegenwärtige politische Lage, das Handeln von NATO, EU und Russland lassen befürchten, dass diese Entwicklung in einen noch größeren Konflikt einmünden könnte.

Was sind die Hintergründe dieser Krise?
Und vor allem: Was sind ihre Folgen?
Wer profitiert von ihr?

Willy Wimmer, früherer verteidigungspolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion und langjähriger Insider in Sachen Sicherheitspolitik, wird am 16.12. im Audimax der TU zu diesen hoch brisanten Fragen sprechen und in der anschließenden Diskussion mit einem Podium und dem Publikum Rede und Antwort stehen.

Podium:
Willy Wimmer – Christoph Krämer (IPPNW) – Prof. Dr. Bettina Wahrig (TU Braunschweig)

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Willy Wimmer, seit 1959 CDU-Mitglied, gehörte bis 2009 über 30 Jahre dem Deutschen Bundestag an. 1988 bis 1992 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Er spielte eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen um die Vereinigung der beiden deutschen Staaten und war Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE. Wimmer sprach sich gegen die deutsche Beteiligung am Kosovo-Krieg aus und klagte gegen den Tornado-Einsatz in Afghanistan. Er plädiert für die Rückkehr zum Völkerrecht und bewährten diplomatischen Verständigungsmitteln. In seinem zusammen mit Wolfgang Effenberger verfassten Buch »Wiederkehr der Hasardeure: Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille Profiteure 1914/2014« warnt er vor der Gefahr eines dritten Weltkrieges.

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Eine Kooperationsveranstaltung von

IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.)
Friedensbündnis Braunschweig
Technische Universität Braunschweig
Friedenszentrum Braunschweig e.V.
Evangelische Akademie Abt Jerusalem – Theologisches Zentrum Braunschweig
Lars Dedekind, Jugendpfarrer

 

Herzlich Willkommen beim Deutschen Freidenker-Verband e.V., Landesverband Niedersachsen



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