Deutscher Freidenker-Verband e.V. – LV Niedersachsen

Informations- und Diskussionsveranstaltung in Hannover

Donnerstag, 21. Juni 2018 von Webredaktion

Bildschirmfoto 2018-06-16

Meinst Du, die Russen wollen Krieg?

Das Grundgesetz verpflichtet die Bundesregierung zur Wahrung des Friedens: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig.“

Das tatsächliche Handeln der NATO, das auch von der Bundesregierung getragen wird, erscheint dagegen wie ein Spiel mit dem Feuer. Kaum ein Tag vergeht, an dem Russland nicht eines politschen Vergehens beschuldigt wird und der russische Präsident Putin nicht als Ausbund des Bösen dämonisiert wird. So zuletzt mit der völlig undurchsichtigen Skripal-Affäre, bei der Russland durch die britische Regierung und die NATO beschuldigt wurde, einen früheren Agenten und dessen Tochter vergiftet zu haben, ohne dass dafür bis heute der Öffentlichkeit ein schlüssiger Beweis vorgelegt worden wäre.

Die Maidan-Ereignisse in Kiew 2013 wurden von der russischen Regierung als illegitimer Machtwechsel hin zu einer vom „Westen“ gestützten, scharf antirussischen Regierung in Kiew verstanden. In der Logik dieser Sichtweise sieht Russland das Referendum auf der Krim zur Loslösung von der Ukraine und den nachfolgenden Eintritt in die Russische Föderation als völkerrechtskonform und defensiv an, während die Regierungen der NATO-Staaten diesen Vorgang gerade als Indiz der russischen Expansionsgelüste sehen.

Das miltärische Eingreifen in Syrien auf der Seite der Assad-Regierung sieht die russische Politik als völkerrechtskonforme Verteidigung der Souveränität Syriens. Dieses Eingreifen Russlands hat in der Tat zu einer Niederlage der vom ‚Westen‘, Saudi-Arabien und den Golf-Monarchien unterstützten, weitgehend islamistischen Aufständischen geführt.

Konsequenterweise sehen die Regierungen des ‚Westens‘ diese Politik Russlands als „destruktiv“ an. (more…)

Aufruf zur Mahnwache – „Nein zum Krieg im Donbass“

Dienstag, 24. April 2018 von Webredaktion

Bildschirmfoto aus dem Handzettel

Am Donnerstag, 26.04.2018, von 15:00 – 18:00Uhr findet am Kröcke in Hannover – Zentrum, eine Mahnwache „Nein zum Krieg im Donbass“ statt.

Auf diese Veranstaltung sei verwiesen, nicht nur weil dieser Krieg etwas aus dem Blick der Öffentlichkeit verschwunden ist, sondern auch um sich über die Vorgänge in der Ukraine zu informieren und gegen diesen Krieg zu demonstrieren.

Der folgende Text wurde dem Handzettel entnommen:

Im Donbass, im Osten der Ukraine, herrscht nun schon das vierte Jahr Krieg. Er forderte bereits das Leben von mehr als 10.000 Menschen, fast 24.000 wurden verletzt, etwa 2 Millionen waren gezwungen, ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen. Hunderte Kinder wurden getötet und verletzt.

Viele hierzulande wissen nichts davon. Der Krieg wird in den herrschenden Medien verschwiegen und wenn ausnahmsweise berichtet wird, dann in einer äußerst einseitigen und zumeist verlogenen Form. (more…)

Winter, Sturm und heiße Diskussionen!

Dienstag, 27. März 2018 von Webredaktion

Wenn Schnee und Eis die Straßen glätten, wird es Winter, wollen wir wetten? Heißt es in einem Spruch, welcher durchaus treffend, allerdings im März? In einer Zeit, in welcher der Winter seinem Ende zugeht, es Frühling werden sollte und soll. Aber gelegentlich kommt es anders als gedacht und der Winter wieder, mit einer härte, wie er selbst in den Monaten zuvor nicht anzutreffen war. So am Wochenende des offenen Freidenker-Treffens im Harz. Es herrschte Winter, es war kalt, schneite und der Wind ging heftig, bis stürmisch, was dazu führte, dass manch Straße mit Schneeverwehungen aufwartete. Trotz dieser Unbilden haben es etliche Teilnehmer geschafft den Veranstaltungsort, welcher ein etwas anderer war, als ursprünglich geplant, zu erreichen. Einige Interessenten hatten allerdings auf Grund der Witterungsverhältnisse kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt, oder sind nicht erschienen. Die Teilnehmerzahl schwankte, da einige Teilnehmer auch erst am Samstag anreisten.

Zur Veranstaltung konnten Freidenker und Gäste aus Niedersachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Bremen und Nordrhein-Westfalen begrüßt werden.

Am Freitagabend begann nach einer kurzen Begrüßung die Vorstellungsrunde, welche sich allerdings hinzog, da manch Aussage zum Nachfragen und zur Diskussion anregte. Diskutiert wurde ohnehin sehr viel, dabei spielten die verschiedensten Themen ein Rolle und gegen Mitternacht klang der erste Abend bei einem Bierchen aus.

Am Samstag ging es ab 9:30Uhr weiter, die „Kritik des Computers – der Kapitalismus und die Digitalisierung des Sozialen“ standen auf der Tagesordnung. Werner Seppmann hielt einen Vortrag zu seinem gleichnamigen Buch, also zur Produktivkraftentwicklung in der Gegenwart und dessen Folgen für die Menschen. Mit dem Thema lassen sich viele Frage verbinden, auch die nach zukünftigen gesellschaftlichen Entwicklungen, besonders in einer Zeit, in welcher immer mehr Produktivkräfte in Destruktivkräfte verwandelt werden. Also auch die Möglichkeiten und Risiken, welche gegenwärtige technologische Entwicklungen für die Menschheit haben. Die Diskussion war sehr lebhaft, interessant, ergebnisorientiert und die Diskutanten brachten ihre Erfahrungen mit dem Thema ein.

Die Mittagspause nutzten einige Teilnehmer zu einem Spaziergang durch die stürmende Winterwelt des Oberharzes. Nach der Mittagspause konnten vier weitere Teilnehmer begrüßt werden und es wurde die Diskussion bis zur Kaffeepause fortgesetzt.

Nach der Kaffeepause stand der zweite Vortrag mit Diskussion auf dem Programm, darin ging es um Alternativen und die Sicherheit von Betriebssystemen und andere, vor allem freie Software. Allerdings war der Anlauf zu diesem Teil der Veranstaltung mit Hürden verbunden, da Werner Seppmann zum Zug gebracht werden musste und das stürmische Winterwetter dafür sorgte, dass die Zufahrt zur Hautstraße verweht war, das Auto stecken blieb und mühevoll frei geschaufelt werden musste. An dieser Aktion beteiligten sich die Meisten und so schob sich der Beginn des zweiten Teils der Veranstaltung etwas nach hinten. Auch zu diesem Thema wurde sehr intensiv und kontrovers diskutiert, wobei die verschiedensten Erfahrungen der Teilnehmer Berücksichtigung fanden. Die Diskussion wurde nach dem Abendessen fortgesetzt. (more…)

Zum 200. Geburtstag von Karl Marx

Freitag, 23. März 2018 von Webredaktion

Fotokopie eines E-Mailanhangs

Marx, Karl Heinrich (05.05.1818 Trier – 14.03.1883 London) genialer Wissenschaftler und Revolutionär der Arbeiterklasse, Begründete den Sozialismus als Wissenschaft. Gemeinsam mit Engels schuf er die nach ihm benannte marxistische Philosophie, den dialektischen und historischen Materialismus, begründete er die politische Ökonomie der Arbeiterklasse und den wissenschaftlichen Kommunismus. Seine Philosophie vollbrachte im philosophischen und sozialtheoretischen Denken der Menschheit eine Revolution. …“*

Und da sich in diesem Jahr der Geburtstag von Marx zum 200 mal jährt, sollte es nicht nur Anlass sein, seiner zu gedenken, sondern auch sein Werk zu würdigen, in dem sich mit diesen kritisch auseinandergesetzt wird. Der aktuelle Freidenker greift das Thema auf und am 28. April 2018 veranstaltet der Deutsche Freidenker-Verband eine öffentliche wissenschaftliche Konferenz zu Marx in Hannover. Individualität und Gesellschaft – Menschenbild und Persönlichkeitstheorie im Marxismus, ist die Veranstaltung überschrieben.

Das Programm ist der nebenstehenden Fotokopie zu entnehmen.

*Philosophen Lexikon, Dietz Verlag Berlin 1987, 4. Auflage, Seite 628

Jugendweihe 2018 / 19 in Vorbereitung

Montag, 19. März 2018 von Webredaktion

In Fortsetzung der über 100 jährigen Tradition der Braunschweiger Freidenker, führen wir seit 2013 gemeinsam mit der Naturfreundejugend Braunschweig und den Jungen Humanisten (JuHu) die Jugendweihe in der Region Braunschweig durch.

Vom 16.09.2018 – 04.05.2019 wird der Jugendweihezyklus 2018/19 für Braunschweig stattfinden. Der Zyklus 2017/18 ist zwar noch nicht abgeschlossen, es stehen noch eine Wochenendveranstaltung im Harz und die Feierstunde aus, allerdings wurde mit der Vorbereitung der Veranstaltungsreihe 2018/19 schon begonnen. Thematisch wird sich nicht viel ändern, es wird ein organisatorisches Vorbereitungstreffen in Braunschweig geben. An den drei Wochenenden im Harz stehen Themen wie Philosophie, Courage, Sexualität, Homophobie, Medienvielfalt und -kompetenz, Gesellschaft, Ökonomie und Persönlichkeitsentwicklung auf dem Plan. Die jungen Menschen sollen angeregt werden, selbst über die Welt und was diese im innersten zusammenhält, nachzudenken.

Aber auch andere Aktionen stehen auf dem Programm, wie Rodeln, wenn Schnee liegt, Bogenschießen, Kistenklettern oder anderes, welches nicht nur mit Kisten zu bewerkstelligen ist. Eine Wanderung und Abendveranstaltungen im Objekt gehören ebenfalls zum Angebot.

Ergänzt werden die Wochenendveranstaltungen durch eine Tagesveranstaltung in der Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte in Salzgitter. Und es wird auch wieder ein Nachbereitungstreffen geben. (more…)

Offenes Freidenker-Treffen im Harz

Dienstag, 27. Februar 2018 von Webredaktion

Offenes Freidenker-treffen vom 16. bis 18.03.2018 im Harz

Die Landesverbände des DFV Niedersachsen und Sachsen-Anhalt laden zu einer gemeinsamen Bildungsveranstaltung in den Harz ein. Diese Veranstaltung ist offen und dient nicht nur der politischen Bildung und dem Meinungsaustausch, sondern auch des gegenseitigen Kennenlernens.

Dem Programm entsprechend spielt politische Bildung eine bedeutende Rolle und somit ist auch ein Ziel der Veranstaltung, über Möglichkeiten der Entwicklung kontinuierlicher Bildungsangebote nachzudenken und entsprechende Vernetzungen gleichgesinnter Organisationen und Personen zu fördern.

Der Harz ist das nördlichste Mittelgebirge des Landes, relativ zentral gelegen, von den verschiedensten historischen Spuren gekennzeichnet. Drei Bundesländer teilen sich den Harz, im Osten Sachsen-Anhalt, im Westen Niedersachsen und im Süden erwischt Thüringen noch einen Zipfel. Ein idealer Ort sich kennenzulernen, neue Kontakte zu knüpfen und sich über die verschiedensten Entwicklungen auszutauschen.

Das Treffen findet vom 16. bis 18.03.2018, in der Eichsfelder Hütte, am Gesehr 37-38 in 37444 Sankt Andreasberg, ein Objekt der Naturfreunde Braunschweig, statt.

Dieses Treffen dient dem Kennenlernen und dem Austausch über die verschiedensten aktuellen Problem, technologische Entwicklungen und ihre Folgen.

Am Freitag, 16.03.:

  • erfolgt ab 16:00 Uhr die individuelle Anreise, Empfang, Zimmerbezug, Gespräche

  • 18:30 Uhr Abendessen

  • 19:30 Uhr Abendveranstaltung, Vorstellung, Kennenlernen

Am Samstag, 17.03.:

  • 8:30 Uhr Frühstück

  • 10:00 Uhr Lesung mit Werner Seppmann,

  • Kritik des Computers – Der Kapitalismus und die Digitalisierung des Sozialen.

  • 12:00 Uhr Mittagessen

  • 13:00 Uhr Diskussion zur Produktivkraftentwicklung und ihre Folgen für die gesellschaftliche Entwicklung der Gegenwart.

  • 15:00 Kaffee – Spaziergang

  • 16:30 Kurzvortrag und Diskussion zu Alternativen und Sicherheit von Betriebssystemen

  • 18:30 Abendessen

  • 19:30 Künstlerisch-Kulturelle-Abendveranstaltung

Am Sonntag, 18.03.:

  • 8:30 Uhr Frühstück

  • ab 10:00Uhr gemeinsame Abschlussveranstaltung und Auswertung.

  • 12:00 Uhr Mittagessen

  • 13:00 Uhr Abreise

Kosten für zwei Übernachtungen inklusive Vollverpflegung 68,-€ pro Person, selber Bettwäsche mitbringen, oder 5,-€ Leihgebühr.

Interessenten an den Themen, am Deutschen Freidenker-Verband, an linker politischer Bildung und interessenspezifischer Vernetzung sind herzlich willkommen!

Information und Anmeldung: Thomas Loch, Telefon: 0171-1996214,oder

E-Mail: dfv-niedersachsen@freidenker.org

Es geht also nicht nur um Produktivkraftentwicklung …

Jugendweihe 2017 in Braunschweig

Freitag, 19. August 2016 von Webredaktion
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Foto: Rene Ledrado

Die Feier zur Jugendweihe 2016 ist Geschichte, sie fand am 23. April diesen Jahres in der Stadthalle Braunschweig statt. 49 Jugendliche wurden vor über 400 Gästen in die Reihen der Erwachsenen aufgenommen. In Vorbereitung auf diese Feierstunde fanden drei Wochenendveranstaltungen im Harz und eine Veranstaltung in der KZ-Gedenkstätte Drütte statt.

Und nun ist es wieder soweit, es geht an die Vorbereitung und Durchführung des nächsten Jugendweihzyklus, in Vorbereitung auf die Feierstunde 2017 und so wurde folgende Pressemeldung herausgegeben:

Jugendweihe? Das stammt doch aus der DDR? Nein, die Jugendweihe ist schon viel länger ein wichtiger Bestandteil weltlicher Feierkultur, welche den Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter kennzeichnet.

Die Naturfreundejugend Braunschweig (NFJ), der Deutsche Freidenker Verband Niedersachsen (DFV) und der Humanistische Verband Niedersachsen (HVD) veranstalten jährlich, anknüpfend an eine über hundertjährige Tradition der Braunschweiger Freidenker, die Jugendweihe in unserer Region. Sie versteht sich als nichtchristliche und religionsfreie Alternative zur evangelischen Konfirmation oder katholischen Firmung.

In Vorbereitung auf die gemeinsame JugendFEIER, also die abschließende Festveranstaltung der Jugendweihe, fahren Mädchen und Jungen ab dem 14. Lebensjahr an mehreren Wochenenden in den Harz, können dort an kleinen Workshops zu Themen wie Philosophie, Ökonomie und Vorurteilen teilnehmen. Auch spannenden Aktionen wie Kistenklettern, Nachtwanderung und Bogenschießen stehen auf dem Programm. Gebührend gefeiert wird der Abschluss der Jugendweihe mit einer Festveranstaltung, wie z.B. dieses Jahr mit über 400 Gästen in der Braunschweiger Stadthalle. Michael Schulz, Ortsjugendleiter der Naturfreundejugend Braunschweig resümiert über die Jugendweihe wie folgt: „Wichtig war uns dabei die Erkenntnis, dass jeder Mensch von Geburt an gut ist und für sich auch was ganz besonders Wertvolles und Einzigartiges darstellt.“

Am 23. Oktober 2016 um 16.30 Uhr laden die Naturfreundejugend Braunschweig, der Deutsche Freidenker Verband Niedersachsen und der Humanistische Verband Niedersachsen alle interessierten Eltern und Kinder zu einer Informationsveranstaltung in das Naturfreundeheim, Schrotweg 112, 38122 Braunschweig, ein. Rückfragen gerne unter: 0531 890018 oder naturfreundeladen@web.de 

Weiter Informationen und Termine sind hier zu finden: klick

Freidenker Nr. 2-15 Juni 2015

Dienstag, 06. Oktober 2015 von Webredaktion
Freidenker2-15Juni2015 Der aktuelle Freidenker widmet sich einem interessantem Thema, „Fortschritt   – Wissenschaft – Technik“ unter der Prämisse: „Im Dienst des Menschen?“. Im Heft finden sich sehr interessante Beiträge, welche dieses Thema unter verschiedenen Prämissen betrachten. In einem Beitrag von Herbert Hörz, welcher überschrieben ist: „Gesellschaftssystem – Moralkodex und Verantwortung der Wissenschaftler – Herrschaft, Wissenschaft und Moral früher und heute“ ist unter dem Punkt „2 Welche Rolle spielen Weltbilder für verantwortungsbewusstes Handeln?“ zu lesen: „Sie bestimmen den Wertekanon und die Verhaltensnormen. In seiner Analyse von Weltbildern bemerkt Karl Lanius, Physiker und Gesellschaftskritiker, zur gegenwärtigen Situation, dass uns Politiker und Medien einhämmern, die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse seien alternativlos. Das führt zu einem verkümmerten Weltbild, das den „marktgerechten Wandel des Bewusstseins“ verinnerlichen soll. Seine wesentlichen Merkmale seien:
  1. Flexibilität, um dem Markt gerecht zu werden.
  2. Mobilität, um, letztlich wurzellos, überall zu Hause zu sein.
  3. Emotionslose Bezogenheit, um jederzeit Beziehungen zur Disposition stellen zu können, ersetzbar und austauschbar zu sein.
  4. Coolness, um ohne Gefühle alles hinnehmen zu können, was auf einen zukommet.
Das den Bedürfnissen kapitalistischer Ausbeutung und Expansion angepasste Weltbild mit seinem Menschenbild hat jedoch noch weitere Aspekte. …“
Ein interessanter Text, lesenswert, viele Denkanregungen bietend. Allerdings trifft dies nicht nur auf erwähnten Beitrag zu, sondern auch auf die anderen Beiträge zum Thema, welche überschrieben sind:

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Wieviel Urmensch steckt noch in uns Menschen? -BESUCH IM PALÄON-

Freitag, 13. Februar 2015 von Webredaktion

paläon

Am 27. November 2014 waren wir, die Ortsgruppe Braunschweig des DFV-Landesverbandes in Schönigen, einer kleinen Stadt am Elm. Ziel war ein Museum, welches sich am Rande dieser Stadt befindet. Und ist ein Ort geeigneter als Schöningen, für das Paläon, dem Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere?

»Am Osthang des Elms gelegen, ist Schöningen die älteste, urkundlich benannte Stadt im Braunschweiger Land. Erstmalige Erwähnung fand sie als „Villa skahaningi“ im Jahr 748. Der Vater Karl des Großen, Frankenkönig Pippin, war es, der hier Halt machte, als er gegen seinen bei der Erbfolge übergangenen und nach Sachsen qeflohenen Bruder Gripho in die Schlacht zog.« ( unten genannte Quelle, Seite 10).

Es ist ein sehr junges Museum, noch keine zwei Jahre alt. Trotzdem wird in dem Paläon über Geschichte und Zeiten informiert, die uns nur durch die Archäologie erschlossen und dargestellt werden kann. So sind u. a. Fundstücke zu besichtigen, die 300 000 Jahre alt sind, die Schöniger Speere. Wissenschaftler haben festgestellt, dass sich unsere heutigen Speere von den Speeren unserer Vorfahren kaum unterscheiden. Einen Speer zu fertigen dauerte damals etwa zwei Stunden. Und das vom Baumfällen bis zum fertigen Wurfgerät.

Die gefundenen Speere sind aus Fichtenholz gefertigt; trotzdem sind sie nicht so leicht, wie wir dies heute von dem Fichtenholz kennen. Es war schweres Holz, weil die Fichten auf Grund des kalten Klimas damals langsam wuchsen (ähnlich wie heute die Bäume in Sibirien.)

In Schöningen erhalten die Besucher einen Überblick über 3,6 Millionen Jahre Erdgeschichte. Und auf eine sehr interessante Art und Weise wird dies in einem Zeit-Klima-Panorama gezeigt. Es wird dargestellt, wie Pflanzen und Tiere sich durch die Klimaänderung entwickelten. Neue Arten entstanden, andere Arten starben aus, – je nach den jeweils existierenden Klimaverhältnissen. Zu sehen ist auch, wie sich über die Jahrmillionen hinweg der Mensch entwickelte. Im Laufe der Geschichte unseres Planeten Erde gab es permanent Wechsel von Warme- und Kaltzeiten. Etwa alle 100 000 Jahre erfolgt ein Wechsel von Warm- und Kälte(Eis)zeiten auf der Erde. Ein Blick in die Gegenwart zeigt uns, dass dieser Wechsel auch weiterhin von statten geht. Wir lernen, dass die Erde ständig in Bewegung war und ist, und es auch weiter so sein wird, so lange die Erde existiert. Tektonische Verschiebungen finden in den Zeitläufen der Erdgeschichte des Planeten ständig statt.

Eine altbekannte Tatsache wurde den Besuchern im Museum bestätigt: Der Mensch stammt nicht vom Affen ab. Aber beide haben gemeinsame Vorfahren. Friedrich Engels wird sich sicher gern korrigieren lassen. Schrieb er doch „Über die Menschwerdung des Affen.“ – Die Bevölkerungsdichte war sehr niedrig. Es wird geschätzt, dass in der Altsteinzeit in Europa etwa 30.000 Menschen lebten. Damals war der Feuerstein das wichtigste Material, um Schneidwerkzeuge herzustellen. Dazu wurden die Steine geschlagen, so dass scharfe Stein-Klingen absprangen. In einem Video wird gezeigt, wie in der Tierklinik Hannover mittels Werkzeuge aus Feuersteinen ein Pferd zerlegt wird.

Auch wenn vieles von der frühen Erdgeschichte ungeklärt bleibt, so lernen wir doch manches über die Biografie des blauen Planeten. Vom Museum aus ist durch das Panoramafenster der Kohletagebau zu sehen. Die Ausstellungsstücke des Museums stammen aus dem Abraum, der entfernt werden musste, um an das Kohleflöz zu gelangen. Und in dem darunter liegendem Flöz befinden sich prähistorische Funde aus der Erdzeit, als Dinosaurier die Erde bevölkerten. Das war vom Mesozoikum (Erdmittelalter), von der Mittleren Trias vor rund 235 Millionen Jahren bis zur Kreide-Tertiär-Grenze vor etwa 65 Millionen Jahren.

Der Tagebau soll von 2017 an geflutet werden. Es wird damit gerechnet, dass dieser Tagebau im Jahre 2070 vollständig geflutet sein wird.

Der Vergleich über scheinbar unendlich lange Zeiträume hinweg hilft uns Menschen, unsere Gegenwart besser zu verstehen und zielgerichteter zu leben. Und versuchen wir, unser Leben  menschlicher zu gestalten? – Wir sollten daraus die erforderlichen Schlüsse für unser weiteres Tun und Handeln ableiten.

Die prähistorische Geschichte hilft uns, unser Leben in der Gegenwart sinnvoll einzuordnen und vernünftig zu leben. Aus dieser Sicht verstehen wir auch Goethe besser, der Faust sagen lässt: „Nur was der Augenblick erschafft, das kann er nutzen!“ – Die Natur zeigt dem Menschen, dass ein Aufhäufen von Schätzen über ein zum Leben erforderliches Maß hinaus nutzlos und sinnlos ist. Der Mensch muss sich ständig den Änderungen der Natur anpassen. Und diese Änderungen der menschlichen Lebensweise erfordern immer wieder andere materielle Dinge, um zu leben und überleben zu können. Im Paläon wird deutlich, dass alles nur eine Frage der Zeit ist. Dies gilt explizit für uns Menschen….

»Die Schöninger Speere – ein kulturelles Erbe von Weltrang. Seit 1983 werden im Abbauvorfeld des Braunkohlentagebaus Schöningen archäologische Ausgrabungen im Rahmen eines interdisziplinären Langzeit-Forschungsprojektes durchgeführt. Träger ist das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege. Mitte der 90er Jahre gelangen mit den Schöninger Speeren die spektakulärsten Funde. Am Originalfundplatz eröffnete im Sommer 2013 das paläon, Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere, und macht unter dem Motto „Entdecke den UrMensch in dir!“ die Geschichte unserer Vorfahren greifbar.«
[Quelle: Stadt der Speere/ Schöningen; 1. Auflage; Januar 2014; Seite 14 ]

Mit menschlichen Grüßen

Kurt Wolfgang Ringel

Freidenker Nr. 3-14 – eine dialektische Geschichtsbetrachtung –

Sonntag, 30. November 2014 von Webredaktion
Freidenker 03-2014
Jüngst wurde gejubelt und getrubelt, Anlas waren die Ereignisse am 09.11.1989 in diesem Land, insbesondere vom Osten ausgehend, also vom Gebiet der damaligen DDR. Staatsakte fanden statt und das Volk wurde in allgemeine Jubelstimmung versetzt, den Fall der Mauer zu feiern, welcher letztlich zur Aufhebung der Spaltung Deutschlands im Ergebnis des zweiten Weltkrieg führte und eine neue deutsche Einheit in Spaltung, unter westlicher Dominanz, installierte. Der Osten des Landes wurde deindustrialisiert, Menschen scharenweise vom Gebiet der ehemaligen DDR vertrieben und die verbliebenen zu Niedriglohnarbeiter disqualifiziert.
Beim Jubelfest war davon allerdings nicht die Rede, da ging es um Freiheit, Demokratie und anderen schwülstig verwendeten Begrifflichkeiten, welche ihrer eigentlichen Inhalte lägst beraubt und gern zur Unterdrückung des eigenen und fremder Völker gebraucht werden. Auch spielte keine Rolle, warum das Land und von wem im Ergebnis des zweiten Weltkrieges gespalten wurde. Letztlich hätte sich auch die Frage aufdrängen müssen, wie demokratisch und freiheitlich zum Beispiel die Gründung der BRD und der ihr vorausgehenden vorbereitenden Akte wie zum Beispiel die Währungsreform von 1948 gewesen ist.
Ja vor 25 Jahren fiel die Mauer, was jüngst Anlass zum Jubeln war, die Gründung der BRD und in deren Folge die Gründung der DDR vierzig Jahre früher, also vor 65 Jahren, als Voraussetzung des Ganzen, wird in diesem Zusammenhang gern ignoriert. Nicht so im Freidenker Nr. 3-14 Oktober 2014, dieser hat zum Thema „1949 – Gründung der BRD und der DDR“. Im Heft finden sich interessante Texte, welche sich mit den Ursachen, Zielen und Folgen der deutschen Teilung beschäftigen und die treibenden Kräfte dieses Prozesses klar benennt.
Freidenker 01-2014

In diesem Zusammenhang sei hier auch auf den Freidenker Nr. 1-14 April 2014 verwiesen, welcher mit Heimat, Volk, Nationalstaat, Supranationalität, Nationalismus, Patriotismus, Internationalismus beschäftigte.

 

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