Deutscher Freidenker-Verband e.V. – LV Niedersachsen

Freidenker in Hannover – jetzt auch als Ortsgruppe

Samstag, 07. September 2019 von Frank Braun

Endlich hat es geklappt. Die örtlichen Mitglieder des Deutschen Freidenker-Verbandes (DFV) in Hannover kamen zu einer ersten Sitzung zusammen und begründeten einen Ortsverband. Die eher formelle Gründung Ende Juli sollte zunächst nur ganz dem Kräftesammeln dienen. Noch in diesem Jahr wollen wir aber zu einer Gründungsveranstaltung mit einem breiter gestreuten Aufruf einladen.

Nahezu alle Mitglieder sind recht aktiv im politischen Alltag von Friedensbewegung, sozialer oder ökologischer Bewegung. Seit einiger Zeit schon arbeiten wir intensiv in der örtlichen Initiative ‚Frieden mit Russland‘. Z.B. am Anti-Kriegstag diesen Jahres, als wir zusammen mit anderen aus DKP und Linkspartei an den von der Stadt Hannover und dem DGB organisierten Gedenkveranstaltungen zum 80. Jahrestag des faschistischen Überfalls auf Polen und zum Beginn des zweiten Weltkrieges teilnahmen.

Wir erschienen dort mit einem Transparent mit der Aufschrift „Meinst du, die Russen wollen Krieg“.

Diese Aktion war auch deswegen treffend und kam gut an, weil es sich in Teilen der ‚alten‘ Friedensbewegung wohl noch nicht herumgesprochen hat, daß die heutige deutsche Wehrmacht längst wieder an der russischen Westgrenze aufmarschiert und der Krieg – heute der NATO gegen die Donbass-Republiken, gestern der gegen Jugoslawien – ebenso längst wieder nach Europa gelangt ist.

Wer in Hannover und Umgebung bei den Freidenkern mitmachen will, melde sich bitte per email unter ‚frank-braun24@gmx.de‘ oder beim Landesvorstand Niedersachsen über dessen website unter ‚https://www.niedersachsen.freidenker.org/cms/‚.

Das Russlandbild der deutschen Leitmedien: „Lückenhaft, aggressiv und einseitig …“

Montag, 06. Mai 2019 von Webredaktion

Ulrich Teusch (l.) mit R.Butenschön (Initiative ‚Frieden mit Rußland‘)

Die Hannoveraner Initiative ‚Frieden mit Rußland‘ lag mit ihrem Thema vollkommen richtig. Der Saal im Hannoveraner ver.di-Haus war mit gut siebzig BesucherInnen voll, es gab eine lebhafte Diskussion mit einem überzeugenden Referenten.

Ulrich Teusch machte gleich zu Beginn deutlich, daß er das mühselige interne Abarbeiten an den propagandistischen Scheuklappen der Leitmedien vor allem bei ARD und ZDF nicht mehr weiter zu führen gedenkt. „Diesen Kampf haben wir verloren“, so Teusch. Er verwies vor allem auf die Darstellung zahlreicher bewußt lückenhafter, aggressiver und einseitiger Reportagen und Berichte aus den öffentlich-rechtlichen Anstalten im Verhältnis zur Russischen Föderation in seinem Buch „Lückenpresse“ (2016, Westend Verlag / Frankfurt/M.).

Teusch forderte die Anwesenden auf, selber nach Wahrheit zu suchen und sich dabei nicht mehr vor allem auf ARD und ZDF zu stützen. Es existierten viele interessante auch kleinere Informationsquellen und er nannte beispielhaft ‚KenFM‘, ‚Nachdenkseiten‘ und ‚Rubikon‘. Gemessen der Dürftigkeit und Mangelhaftigkeit der herrschenden Medien sei es auch so möglich, hinreichend genaue Darstellungen der Nachrichtenlage zu finden und sich dabei zu vernetzen.

Gerade in seinem neuesten Buch „Der Krieg vor dem Krieg“ (2019, Westend Verlag) wie auch an jenem Abend vom Podium aus wies er anschaulich darauf hin, wie Grenzlinien zwischen Kriegs- und Friedenszuständen immer poröser werden und wie schnell die eigene kritische Sicht auf die herrschende Propagandamaschine deren Protagonisten zu Hetze und allerhand Zensur Anlaß gibt. „Antisemit“, „antiamerikanisch“, „Querfrontler“, „Verschwörungstheoretiker“ seien regelmäßig die Attribute, derer sich diejenigen zu erwehren haben, die das Sakrileg begehen, sich den aggressiven Leitmedien entgegen zu stellen. (more…)

Die Initiative »Frieden mit Russland« lädt ein zu:

Dienstag, 26. März 2019 von Webredaktion

Foto Handzettelauszug

Prof. Dr. Ulrich Teusch: Das Russlandbild der deutschen Leitmedien Bundesverteidigungsministerin Frau von der Leyen (CDU) hat sich im Frühjahr 2018 in ›Bild am Sonntag‹ für einen harten Kurs gegenüber der Russischen Föderation stark gemacht. Mit Sprüchen wie »Präsident Putin schätzt keine Schwäche. Anbiedern oder Nachgiebigkeit macht ihn nicht freundlicher« und »Deshalb ist es wichtig, dass wir aus einer Position der Geschlossenheit und Stärke bereit bleiben zum Dialog mit Moskau.« heizt sie die Stimmung an.

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Bericht: Veranstaltung der Initiative „Frieden mit Russland“ in Hannover

Donnerstag, 31. Januar 2019 von Webredaktion

Dr. Uwe Markus (links) bei der Veranstaltung in Hannover

„Das hatten wir alles schon mal: NATO aggressiv wie gehabt, aber die russische Seite läßt sich das nicht mehr gefallen …“

Etwas 40 Teilnehmer kamen am 25.01. in Hannover-Linden zu einer Veranstaltungen der Hannoveraner Initiative ‚Frieden mit Rußland‘ unter dem Titel: „Baltikum – ein gefährlicher Aufmarsch der NATO: Balancieren am Rande des Krieges?“. Diese Initiative, in der auch Freidenker aus Hannover aktiv sind, hatte als Referenten Dr. Uwe Markus geladen, ein Ex-Offizier der NVA der DDR.

Dieser hat mit seinem Vortrag kenntnisreich und engagiert selbst zu rein militärischen Aspekten einen spannenden Abend zu gestalten vermocht. Er konnte zeigen, wie stark mit der Osterweiterung der NATO und deren enormer Aufrüstung v.a. im Baltikum und wie stark nach Aufkündigung des INF-Vertrages durch die USA, die Kriegsgefahr für Ost- und Zentraleuropa gewachsen ist. Mehrfach illustrierte Uwe Markus, wie schon zur Mitte der 1980er Jahre beim ‚Fachpersonal‘ der Rüstungsmächte, seinerzeit niemand mehr so recht wußte, wer sich am Ende und warum durchsetzen würde und dies mit welchen eigenen Opfern. Es sei zu befürchten, daß die neuerliche atomare und konventionelle Aufrüstung infolge der Aggressivität von USA und NATO erneut eine Situation schaffe, die nicht mehr kontrollierbar ist. (more…)

Informations- und Diskussionsveranstaltung in Hannover

Donnerstag, 21. Juni 2018 von Webredaktion

Bildschirmfoto 2018-06-16

Meinst Du, die Russen wollen Krieg?

Das Grundgesetz verpflichtet die Bundesregierung zur Wahrung des Friedens: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig.“

Das tatsächliche Handeln der NATO, das auch von der Bundesregierung getragen wird, erscheint dagegen wie ein Spiel mit dem Feuer. Kaum ein Tag vergeht, an dem Russland nicht eines politschen Vergehens beschuldigt wird und der russische Präsident Putin nicht als Ausbund des Bösen dämonisiert wird. So zuletzt mit der völlig undurchsichtigen Skripal-Affäre, bei der Russland durch die britische Regierung und die NATO beschuldigt wurde, einen früheren Agenten und dessen Tochter vergiftet zu haben, ohne dass dafür bis heute der Öffentlichkeit ein schlüssiger Beweis vorgelegt worden wäre.

Die Maidan-Ereignisse in Kiew 2013 wurden von der russischen Regierung als illegitimer Machtwechsel hin zu einer vom „Westen“ gestützten, scharf antirussischen Regierung in Kiew verstanden. In der Logik dieser Sichtweise sieht Russland das Referendum auf der Krim zur Loslösung von der Ukraine und den nachfolgenden Eintritt in die Russische Föderation als völkerrechtskonform und defensiv an, während die Regierungen der NATO-Staaten diesen Vorgang gerade als Indiz der russischen Expansionsgelüste sehen.

Das miltärische Eingreifen in Syrien auf der Seite der Assad-Regierung sieht die russische Politik als völkerrechtskonforme Verteidigung der Souveränität Syriens. Dieses Eingreifen Russlands hat in der Tat zu einer Niederlage der vom ‚Westen‘, Saudi-Arabien und den Golf-Monarchien unterstützten, weitgehend islamistischen Aufständischen geführt.

Konsequenterweise sehen die Regierungen des ‚Westens‘ diese Politik Russlands als „destruktiv“ an. (more…)

Bei Freidenkern gefunden: Das Friedensvolk von Kiew! – mit einer Nachbemerkung

Dienstag, 23. August 2016 von Webredaktion

Glaube, Religion und der Glaube soll ja bekanntlich sogar Berge versetzen, allerdings bedarf es dazu des Menschen Tat! Und so haben sich in der Ukraine viele tausend Menschen, 1 – 1,5 Millionen auf den Weg nach Kiew gemacht um für Frieden zu demonstrieren. Eine Aktion, welche in den westlichen Medien keine Beachtung fand. Dem Link folgend, findet sich ein Video und der Text eines E-Mail, welcher Beachtung verdient!

Besuch in der Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte

Montag, 09. Februar 2015 von Webredaktion

KZ-Drütte

Am 07.02.2015 besuchten die Teilnehmer in Vorbereitung auf die Jugendfeierstunde 2015 in Braunschweig die Gedenk- und Dokumentationsstätte KZ Drütte. Die Gedenkstätte befindet sich auf dem Gelände der Salzgitter AG und um 9:30Uhr trafen sich die Teilnehmer vor Tor 1 des Werkes. Nach betreten des Betriebsgeländes gab es eine kurze Einleitung zur Entstehung der ehemaligen Hermann Göring Werke auf der „Grünen Wiese“ und deren Aufgabe. Die Rüstungsindustrie brauchte Stahl und um von Rohstoffimporten unabhängig zu sein, begann man Erzlagerstätten, welche bis dahin nicht genutzt wurden, weil der Aufschluss des Erzes zu aufwendig war, unter Berücksichtigung aktueller technologischer Entwicklungen, auszubeuten.
Zur Produktion wurden Arbeiter gebraucht und angeworben, allein konnte der Bedarf so nicht gedeckt werden und besonders nach Kriegsbeginn, wo viele Männer zum Wehrdienst eingezogen wurden, wurde der Bedarf an Arbeitskräften durch Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten und ab Ende 1942 auch durch KZ-Häftlinge gedeckt. Das Leben letzterer war Gegenstand der Jugendstunde.
In einer ehemaligen Bushaltestelle aus den 1950iger Jahren, an der Hochstraße, über dem ehemaligen Lagerbereich gelegen, wurden das Lager an Hand eines Models und verschiedene Abläufe im Leben der Häftlinge erklärt. Anschließend ging es eine Treppe hinab, unter der Hochstraße hindurch, in den Lagerbereich. Nach kurzen, weiteren Erläuterungen durch die Leiterin der Gedenkstätte, ging es in eine der ehemaligen Unterkünfte der Häftlinge unter der Hochstraße. Dort gab es weitere Erläuterungen, sowie Gruppenarbeiten zu verschiedenen Themen, wie z. B. Kleidung, Essen, Arbeiten, Leben, Außenkontakten der Häftlinge. Die einzelnen Sachgebiete konnten in der Ausstellung erarbeitet werden und die Ergebnisse wurden von den Gruppen vorgetragen und anschließend diskutiert. Erschreckend unter welchen Bedingungen die Häftlinge lebten und arbeiteten, ihrer Würde beraubt, wurden sie wie Vieh gehalten und behandelt, ein Menschenleben zählte nicht. In den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges wurden die Häftlinge abtransportiert, in einem Zug bombardiert, von SS und Bürgern gehetzt, zum Teil wahllos erschossen und weiter getrieben.
Warum ist es notwendig sich heute mit dieser Vergangenheit zu beschäftigen? Faschismus ist keine Erscheinung der Vergangenheit, er ist gegenwärtig und faschistische Ideologie ist in breiten Bevölkerungsschichten präsent, zum Teil zwar unterbewusst, aber gerade auch aus diesem Grund um so gefährlicher. Jüngste Entwicklungen hierzulande, wie Pegida und ihre Ableger zeugen davon.
Die Gedenkstätte in Salzgitter wurde nach langem Kampf, wie ich im letztem Jahr von einem Freidenker aus Salzgitter erfahren konnte, in den 1990iger Jahren erst eingerichtet, also zu einer Zeit, als die Nachkriegsordnung in Deutschland, mit dem Untergang der DDR schon erhebliche Veränderungen erfahren hatte. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass in der DDR in solchen Zusammenhängen immer die Rede vom deutschen Faschismus oder andersgeartetem Faschismus war und in der BRD, wie heute üblich, vom Nationalsozialismus oder verkürzt von Nazismus gesprochen wurde. Das in diesem Zusammenhang das eigentliche Wesen des deutschen Faschismus verschleiernde Propaganda der Faschisten übernommen wurde, scheint nur wenigen bewusst. Denn Faschismus ist weder sozial, noch national, selbst wenn er nationalistisch daherkommt.

Th. Loch

Dresden – Paris und zurück

Dienstag, 13. Januar 2015 von Webredaktion

Freidenker-Brief Nr. 1/2015 v. 9. Januar 2015

Dresden – Paris und zurück

Der kaltblütige Mord in Paris hat weltweit Trauer ausgelöst. Die Geschwindigkeit allerdings, mit der Politik und Medien bereits die Motive der Mörder kennen, bevor sie die Mörder kennen, geschweige denn Ermittlungen begonnen hätten, muss sehr verwundern. Die schnelle Deutung und Schuldzuweisung könnte auf hellseherischen Fähigkeiten beruhen, oder einem schon existierenden ‚Drehbuch‘. Nach der fixen Schuldzuweisung an Muslime und den Islam verblüfft als Nächstes, dass die selben Politiker und Medien davor warnen, das Pariser Attentat könnte Wasser auf die Mühlen von ‚Ausländerfeinden‘ und jenen sein, die gegen „Islamisierung“ demonstrieren. Also der Geschichte erst selbst diesen Dreh geben, dann davor warnen?

Dürfen angesichts der Einstimmigkeit überhaupt Zweifel angemeldet werden, oder wird das als Kumpanei mit Mördern denunziert? Albrecht Müller von den Nachdenkseiten weist auf das unaufgeklärte Oktoberfest-Attentat in München und jenes in Bologna 1980 hin, und zitiert wikipedia:

„Die Strategie der Spannung (italienisch strategia della tensione) ist ein 1990 in Italien bekannt gewordener Begriff für eine Reihe unter „falscher Flagge“ inszenierter terroristischer Aktivitäten von italienischen Geheimdiensten, Rechtsextremisten, der NATO/CIA-Geheimorganisation Gladio und der Geheimloge Propaganda Due (P2). Diese hatten das Ziel, die öffentliche Meinung zu Ungunsten der politischen Linken zu manipulieren, insbesondere der Kommunistischen Partei Italiens. Weil sich ähnliche Vorgänge auch in anderen Ländern nachweisen ließen, wird der Begriff mittlerweile generell für bestimmte staatsterroristische Aktivitäten verwendet, siehe Strategie der Spannung.“

Beim Stichwort „falsche Flagge“ erinnert ein Vorfall unwillkürlich an die Vorgänge um den 9/11 in New York – ein „vergessener“, „gefundener“ Personalausweis, mit dem ein Täter gewissenhaft zu Massenmord gereist sein soll. Und wundersamer Weise sollen sich die Attentäter als Al Qaida bezeichnet haben! Ob sie den Ursprung des Namens kennen, jener Datei/Datenbank der CIA, in der die Namen angeworbener Kollaborateure in Afghanistan gesammelt wurden?

Vor allem muss immer wieder auf die Ursachen der Entwicklung einschließlich solcher Attentate hingewiesen werden: Zunächst in Afghanistan, dann in Bosnien und im Kosovo wurden Islamistische Terroristen von den USA im Verbund mit Saudi-Arabien und Golfmonarchien rekrutiert, bewaffnet, trainiert und zur Zerstörung von Staaten eingesetzt.

Mit dem 11.09., dem Einfall in Afghanistan und dem zweiten Irak-Krieg wurde die “Islamische Gefahr” kreiert als Dauerkriegspropaganda für die Heimatfront. Im Irak wurde ein Staatswesen zerstört, in dem religiöse Koexistenz herrschte, und durch ein Chaos ersetzt, das den bewaffneten Kampf von Konfessionen als zentralen Hebel zur dauerhaften Schwächung und Beherrschung des Landes einsetzt. Ebenso wurde in Libyen ein Staat zerstört und ins Chaos gestürzt, in dem religiöser Friede herrschte, wobei islamistische Söldnerbanden als Bodentruppen der NATO eingesetzt wurden.

Beim nächsten Krieg, der Aggression gegen Syrien, wurde und wird wieder ein Staat zerstört, in dem vordem Menschen unterschiedlicher Konfession friedlich zusammenlebten. Die USA und die anderen westlichen falschen “Freunde Syriens” haben erneut im Zusammenwirken mit den Golfmonarchien islamistische Söldnerbanden geschaffen, die den imperialistischen Stellvertreterkrieg führen. Wenn Muslime aus westlichen Ländern bei diesen Söldnerbanden anheuern, ist die scheinheilige Empörung bei den westlichen Politikern groß, obwohl völlig ungeklärt ist, ob sie der salafistischen oder der NATO-Propaganda folgten.

Obwohl diese Söldner doch im Kampf des Westens gegen die syrische Regierung ihr Leben riskieren, werden sie propagandistisch nochmals missbraucht, um dem heimischen Publikum die “islamische Gefahr” nahezubringen.

Und wenn die Saat der über zehn Jahre andauernden Anti-Islam-Hetze aufgeht, und sich in Pegida u.ä. Protesten entlädt, sind die gleichen Politiker und Medien schnell bei der Hand, diese Demonstranten als Deppen und als Nazis zu beschimpfen. Dabei handelt es sich um Betrogene, betrogen von den gleichen, die sie jetzt verächtlich machen, Betrogene, die den Betrug nicht durchschauen, und so das Geschäft der Betrüger betreiben.

Sie glauben, für ihre Interessen zu demonstrieren, und werden doch nur am Nasenring durch die Manege geführt. Die passende Abkürzung müsste eigentlich Vwuswf lauten – „Verarschen lassen und sich wohl fühlen“.

Kritik an den Pegida-Demonstranten ist wohlfeil. Aber eine Kritik, die diese Zusammenhänge nicht offenlegt und thematisiert, ist keine Aufklärung und kein Antifaschismus, sondern spielt im herrschenden Betrugssystem mit.

Klaus Hartmann
Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes

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Droht eine Eskalation der Ukraine-Krise?

Montag, 01. Dezember 2014 von Webredaktion

FlyerA4Hinweis: folgenden Hinweis erhielt ich per E-Mail und möchte die Gelegenheit nutzen, hier auf folgende Veranstaltung in Braunschweig zu verweisen:

Krieg in Europa

Droht eine Eskalation der Ukraine-Krise?

Vortrag und Diskussion mit Willy Wimmer

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Dienstag, 16.12.2014, 19.00 Uhr
Audimax der TU Braunschweig, Pockelsstr. 14

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In der Ukraine wird nach wie vor mit schweren Waffen gekämpft. Russland lässt Langstreckenbomber über dem Atlantik kreuzen und Präsident Putin von Kriegsschiffen zum G20-Gipfel nach Australien begleiten. Die NATO führt gemeinsame Manöver mit der ukrainischen Marine im Schwarzen Meer durch und kündigt eine besonders schnelle Eingreiftruppe für Osteuropa an. Die gegenwärtige politische Lage, das Handeln von NATO, EU und Russland lassen befürchten, dass diese Entwicklung in einen noch größeren Konflikt einmünden könnte.

Was sind die Hintergründe dieser Krise?
Und vor allem: Was sind ihre Folgen?
Wer profitiert von ihr?

Willy Wimmer, früherer verteidigungspolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion und langjähriger Insider in Sachen Sicherheitspolitik, wird am 16.12. im Audimax der TU zu diesen hoch brisanten Fragen sprechen und in der anschließenden Diskussion mit einem Podium und dem Publikum Rede und Antwort stehen.

Podium:
Willy Wimmer – Christoph Krämer (IPPNW) – Prof. Dr. Bettina Wahrig (TU Braunschweig)

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Willy Wimmer, seit 1959 CDU-Mitglied, gehörte bis 2009 über 30 Jahre dem Deutschen Bundestag an. 1988 bis 1992 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Er spielte eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen um die Vereinigung der beiden deutschen Staaten und war Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE. Wimmer sprach sich gegen die deutsche Beteiligung am Kosovo-Krieg aus und klagte gegen den Tornado-Einsatz in Afghanistan. Er plädiert für die Rückkehr zum Völkerrecht und bewährten diplomatischen Verständigungsmitteln. In seinem zusammen mit Wolfgang Effenberger verfassten Buch »Wiederkehr der Hasardeure: Schattenstrategen, Kriegstreiber, stille Profiteure 1914/2014« warnt er vor der Gefahr eines dritten Weltkrieges.

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Eine Kooperationsveranstaltung von

IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.)
Friedensbündnis Braunschweig
Technische Universität Braunschweig
Friedenszentrum Braunschweig e.V.
Evangelische Akademie Abt Jerusalem – Theologisches Zentrum Braunschweig
Lars Dedekind, Jugendpfarrer

 

Freidenker 4-13

Freitag, 02. Mai 2014 von Webredaktion
Im Dezember 2013 erschien der Freidenker 4-13, Verbandsorgan des DFV. Thema des Heftes ist der Ausbruch des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren und der Kampf gegen imperialistische Kriege in den letzten 100 Jahren. Gerade letzteres ist unbedingt Notwendig, wenn sich heute in der Welt umgeschaut wird und die verschiedensten Kriege Berücksichtigung finden. Zu erkennen bleibt, wohin die Politik der verschiedensten Hegemonialmächte führt. In diesem Zusammenhang gibt es etliche Parallelen zum ersten Weltkrieg, aber auch zum zweiten. Als ich im Januar eine Vorbereitungsstunde zur Jugendfeier dieses Jahres in Braunschweig begleitet, hatte ich den ersten Weltkrieg und dessen Umfeld, Ursachen und Wirkungen zum Thema gemacht. Es ist ein interessantes, aber auch wichtiges Thema, weil es die Gegenwart und gegenwärtiges gesellschaftliches Sein nicht nur Tangiert. Im Vorfeld zu dieser Veranstaltung viel mir ein Buch in die Hand, welches sich mit „erlebte Geschichte“, wie sie „von Zeitgenossen gesehen und geschildert“ wird beschäftigt, der erste Teil trägt den Titel, „vom Kaiserreich zur Weimarer Republik“ und in diese Zeit fallen Vorbereitung, Führung und Folgen des ersten Weltkrieges.
Wie oben geschrieben, dieser  Freidenker beschäftigt sich mit dem Thema erster Weltkrieg und dessen Bedeutung bis in die Gegenwart hinein.

Im letzten Teil des Heftes finden sich Thesen, welche zur Diskussion gestellt werden und das Verhältnis von Freidenkern und Religion zum Gegenstand haben. Die Thesen finden sich als PDF – Datei hinterlegt auf der Seite des DFV. Ihnen ist eine breite und inhaltsreiche Diskussion zu wünschen.

Th. Loch

 

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