Deutscher Freidenker-Verband e.V. – LV Niedersachsen

Kein Aufmarschgebiet für US-/NATO-Kriegsmanöver !

Donnerstag, 13. Februar 2020 von Frank Braun

Hannoveraner Freidenker unterstützen die Proteste der Friedensbewegung gegen die Kriegsmanöver ‚Defender Europe 2020″. Wir rufen alle aus der Region Hannover auf, die Aktivitäten der Initiative ‚Frieden mit Russland‘ zu unterstützen:i

Auf dem Weg zur neuen Ostfront?

Noch bis in den Mai hinein führen die USA und NATO-Staaten ein Großmanöver transatlantischer Mobilmachung durch. „Defender Europe 2020“ soll eine Invasion von 20.000 US-Soldaten mit sich bringen. Dieser Aufmarsch wird dann im Folgenden verstärkt durch die bereits an der russischen Westgrenze stationierten etwa 17.000 NATO-Soldaten. Das ist damit der größte Aufmarsch seit Ende des „Kalten Krieges“ in Europa !

Dieser Tage in Bremerhaven, ein spezielles ‚Care-Paket‘ aus den USA.: Einer von einigen hundert angeblich unzerstörbaren Panzern der Marke ‚Abrams‘, die dort anlandeten. (Bild: Vormschlag/Arbeiterfotografie)

Noch bis in den Mai hinein führen die USA und NATO-Staaten ein Großmanöver transatlantischer Mobilmachung durch. „Defender Europe 2020“ soll eine Invasion von 20.000 US-Soldaten mit sich bringen. Dieser Aufmarsch ..mehr

Örtliche Veranstaltungen der Initiative ‚Frieden mit Russland‘ und andere Aktivitäten in Zusammenhang mit den Protesten gegen das US-/NATO-Manöver:
Freitag, 27.03., 19 h im Freizeitheim Linden, Windheimstr. 4, 30451 Hannover, U-Bahn (10) Ungerstr.: US-/NATO Manöver: Auf dem Weg zur neuen Ostfront? Es referiert und diskutiert Rüdiger Göbel, Mitarbeiter im Büro von MdB Sevim Dagdelen (Die Linke)
Samstag, 11.04., Ostermarsch / Hannover: „Zukunft gibt es nur ohne Kriegund Umweltzerstörung“ Demonstration 11 h, Kröpcke, Kundgebung 13 h, Platz an der Marktkirche, mit Info-Ständen von Gruppen der Friedensbwegung ; es spricht u.a. Rolf Becker (Schauspieler und ver.di-Aktivist)
Freitag, 24.04., 19 h im Freizeitheim Vahrenwald, Vahrenwalder Str. 92, 30165 Hannover, U-Bahn (1,2) Dragonerstr.: Für eine neue europäische Friedenspolitik: Russland verstehen ! Es referiert und diskutiert: Prof. em. Dr. Wilfried Schreiber, Oberst a.D. der NVA, Förderkreis ‚Darmstädter Signal‘
Samstag, 09.05., Tag der Befreiung vom Faschismus vor 75 Jahren, Bergen-Belsen: Kundgebung gegen ‚Defender Europe 2020‘ mit überregionaler Mobilisierung,  Genaue Ort- und Zeitangaben werden noch bekannt gegeben.
Kontakt: frank-braun24@gmx.de

Die Ukraine auf dem Weg zum ‚failed state‘ ?

Sonntag, 19. Januar 2020 von Frank Braun

Etwa dreißig Personen nahmen an einer Veranstaltung der Hannoveraner Initiative ‚Frieden mit Russland‘ teil. Es ging dabei um das Thema „Die Ukraine auf dem Weg zum ‚failed state‘ ?“. Die Hannoveraner Freidenker unterstüzten von Beginn an die Arbeit dieser überparteilichen Initiative.

Der Referent, Christian Harde, wiss. Mitarbeiter bei MdB Alexander Neu (Linkspartei), zeigte in seinem Vortrag anschaulich, wie weit die Ukraine mit ihrem Präsidenten Selenski und den dahinter stehenden Oligarchen schon in Richtung ‚failed state‘ (‚gescheiterter Staat‘) gegangen ist.

Die an diesem Abend über die ukrainischen Nachrichtenkanäle gestreute Meldung über plötzliche Rücktrittsabsichten des ukrainischen Premierministers, der Selenski und sich selbst vollständige Inkompetenz in Sachen Wirtschafts- und Finanzfragen bescheinigte, wertete Harde als Ausdruck von panischer Hilflosigkeit dieser höchsten politischen Repräsentanten der Ukraine. Und er zeigte, daß Selenski trotz seiner sehr guten Wahlergebnisse von letzten Jahr an der sozialen und politischen Lage der Ukrainer bisher nichts zum Guten zu ändern vermochte.

Angesichts seiner und seines Premierministers Nähe zu den barbarischen Nationalisten und Neo-Nazis der Ukraine stehe zu befürchten, daß sich dies wohl auch nicht ändern werde. Zumal die ukrainische Wirtschaft fast vollständig von den Kreditgebern aus IWF und EU abhängig ist und längst Millionen von Ukrainern das Land verlassen haben. Da, so Harde, nehme es nicht Wunder, daß selbst der führende Oligarch des Landes, Kolomoiski, laut über einen Kurswechsel im Sinne ‚Weg-vom-Westen‘ und wieder hin zum Handel mit der Russischer Föderation nachdenke. Unterdessen würden in allen Teilen des Landes starke regionale Interessen eine politisch immer wichtigere Rolle spielen und die Aufspaltung der Ukraine erscheint plötzlich als reale Perspektive.

Insgesamt war dies ein recht interessanter Bildungsabend, der, bei der Initiative ‚Frieden mit Russland‘ üblich, auch eine humanitäre Spendensammlung für die Belange der Kinder im Krankenhaus Gorlowka in der Volksrepublik Donezk enthielt. Wieder werden also gut einhundert Euro auf geeignetem Weg in den Donbass gehen.

Frank Braun, Hannover

Veranstaltungsflyer

Freidenker in Hannover – jetzt auch als Ortsgruppe

Samstag, 07. September 2019 von Frank Braun

Endlich hat es geklappt. Die örtlichen Mitglieder des Deutschen Freidenker-Verbandes (DFV) in Hannover kamen zu einer ersten Sitzung zusammen und begründeten einen Ortsverband. Die eher formelle Gründung Ende Juli sollte zunächst nur ganz dem Kräftesammeln dienen. Noch in diesem Jahr wollen wir aber zu einer Gründungsveranstaltung mit einem breiter gestreuten Aufruf einladen.

Nahezu alle Mitglieder sind recht aktiv im politischen Alltag von Friedensbewegung, sozialer oder ökologischer Bewegung. Seit einiger Zeit schon arbeiten wir intensiv in der örtlichen Initiative ‚Frieden mit Russland‘. Z.B. am Anti-Kriegstag diesen Jahres, als wir zusammen mit anderen aus DKP und Linkspartei an den von der Stadt Hannover und dem DGB organisierten Gedenkveranstaltungen zum 80. Jahrestag des faschistischen Überfalls auf Polen und zum Beginn des zweiten Weltkrieges teilnahmen.

Wir erschienen dort mit einem Transparent mit der Aufschrift „Meinst du, die Russen wollen Krieg“.

Diese Aktion war auch deswegen treffend und kam gut an, weil es sich in Teilen der ‚alten‘ Friedensbewegung wohl noch nicht herumgesprochen hat, daß die heutige deutsche Wehrmacht längst wieder an der russischen Westgrenze aufmarschiert und der Krieg – heute der NATO gegen die Donbass-Republiken, gestern der gegen Jugoslawien – ebenso längst wieder nach Europa gelangt ist.

Wer in Hannover und Umgebung bei den Freidenkern mitmachen will, melde sich bitte per email unter ‚frank-braun24@gmx.de‘ oder beim Landesvorstand Niedersachsen über dessen website unter ‚https://www.niedersachsen.freidenker.org/cms/‚.

Das Russlandbild der deutschen Leitmedien: „Lückenhaft, aggressiv und einseitig …“

Montag, 06. Mai 2019 von Webredaktion

Ulrich Teusch (l.) mit R.Butenschön (Initiative ‚Frieden mit Rußland‘)

Die Hannoveraner Initiative ‚Frieden mit Rußland‘ lag mit ihrem Thema vollkommen richtig. Der Saal im Hannoveraner ver.di-Haus war mit gut siebzig BesucherInnen voll, es gab eine lebhafte Diskussion mit einem überzeugenden Referenten.

Ulrich Teusch machte gleich zu Beginn deutlich, daß er das mühselige interne Abarbeiten an den propagandistischen Scheuklappen der Leitmedien vor allem bei ARD und ZDF nicht mehr weiter zu führen gedenkt. „Diesen Kampf haben wir verloren“, so Teusch. Er verwies vor allem auf die Darstellung zahlreicher bewußt lückenhafter, aggressiver und einseitiger Reportagen und Berichte aus den öffentlich-rechtlichen Anstalten im Verhältnis zur Russischen Föderation in seinem Buch „Lückenpresse“ (2016, Westend Verlag / Frankfurt/M.).

Teusch forderte die Anwesenden auf, selber nach Wahrheit zu suchen und sich dabei nicht mehr vor allem auf ARD und ZDF zu stützen. Es existierten viele interessante auch kleinere Informationsquellen und er nannte beispielhaft ‚KenFM‘, ‚Nachdenkseiten‘ und ‚Rubikon‘. Gemessen der Dürftigkeit und Mangelhaftigkeit der herrschenden Medien sei es auch so möglich, hinreichend genaue Darstellungen der Nachrichtenlage zu finden und sich dabei zu vernetzen.

Gerade in seinem neuesten Buch „Der Krieg vor dem Krieg“ (2019, Westend Verlag) wie auch an jenem Abend vom Podium aus wies er anschaulich darauf hin, wie Grenzlinien zwischen Kriegs- und Friedenszuständen immer poröser werden und wie schnell die eigene kritische Sicht auf die herrschende Propagandamaschine deren Protagonisten zu Hetze und allerhand Zensur Anlaß gibt. „Antisemit“, „antiamerikanisch“, „Querfrontler“, „Verschwörungstheoretiker“ seien regelmäßig die Attribute, derer sich diejenigen zu erwehren haben, die das Sakrileg begehen, sich den aggressiven Leitmedien entgegen zu stellen. (more…)

Die Initiative »Frieden mit Russland« lädt ein zu:

Dienstag, 26. März 2019 von Webredaktion

Foto Handzettelauszug

Prof. Dr. Ulrich Teusch: Das Russlandbild der deutschen Leitmedien Bundesverteidigungsministerin Frau von der Leyen (CDU) hat sich im Frühjahr 2018 in ›Bild am Sonntag‹ für einen harten Kurs gegenüber der Russischen Föderation stark gemacht. Mit Sprüchen wie »Präsident Putin schätzt keine Schwäche. Anbiedern oder Nachgiebigkeit macht ihn nicht freundlicher« und »Deshalb ist es wichtig, dass wir aus einer Position der Geschlossenheit und Stärke bereit bleiben zum Dialog mit Moskau.« heizt sie die Stimmung an.

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Bericht: Veranstaltung der Initiative „Frieden mit Russland“ in Hannover

Donnerstag, 31. Januar 2019 von Webredaktion

Dr. Uwe Markus (links) bei der Veranstaltung in Hannover

„Das hatten wir alles schon mal: NATO aggressiv wie gehabt, aber die russische Seite läßt sich das nicht mehr gefallen …“

Etwas 40 Teilnehmer kamen am 25.01. in Hannover-Linden zu einer Veranstaltungen der Hannoveraner Initiative ‚Frieden mit Rußland‘ unter dem Titel: „Baltikum – ein gefährlicher Aufmarsch der NATO: Balancieren am Rande des Krieges?“. Diese Initiative, in der auch Freidenker aus Hannover aktiv sind, hatte als Referenten Dr. Uwe Markus geladen, ein Ex-Offizier der NVA der DDR.

Dieser hat mit seinem Vortrag kenntnisreich und engagiert selbst zu rein militärischen Aspekten einen spannenden Abend zu gestalten vermocht. Er konnte zeigen, wie stark mit der Osterweiterung der NATO und deren enormer Aufrüstung v.a. im Baltikum und wie stark nach Aufkündigung des INF-Vertrages durch die USA, die Kriegsgefahr für Ost- und Zentraleuropa gewachsen ist. Mehrfach illustrierte Uwe Markus, wie schon zur Mitte der 1980er Jahre beim ‚Fachpersonal‘ der Rüstungsmächte, seinerzeit niemand mehr so recht wußte, wer sich am Ende und warum durchsetzen würde und dies mit welchen eigenen Opfern. Es sei zu befürchten, daß die neuerliche atomare und konventionelle Aufrüstung infolge der Aggressivität von USA und NATO erneut eine Situation schaffe, die nicht mehr kontrollierbar ist. (more…)

 

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