Deutscher Freidenker-Verband e.V. – LV Niedersachsen

„Die eigene Haut zum Markte tragen“

Montag, 20. Oktober 2014 von Webredaktion

»Wolfgang 0. hat im Internet-Auktionshaus eBay seinen Bauch feilgeboten – mit der Offerte, sich darauf Logo oder Werbung eines Unternehmens tätowieren zu lassen. Ab 24 Grad wird ständige Bauchfreiheit garantiert. Was nicht als Kuriosum abgetan werden sollte, sondern ein Bekenntnis zu den Regeln und Gesetzen der Marktwirtschaft ist. Denn, so der 57-Jährige, er habe »sonst nichts, was ich verkaufen könnte. Also verkaufe ich mich selbst. « In toto wird Letzteres wegen des ständig sinkenden Werts der Ware Arbeitskraft allerdings immer schwieriger. Und da der Berliner zudem erwerbsunfähig ist, kommt für ihn ohnehin nur ein stückweiser Verkauf in Frage, um seine karge Rente aufzubessern. Zwar lassen sich Nieren oder Augen (noch) nicht – wie in der »Dritten Welt« – für Bares verhökern. Aber während viele im sozialen Netz bekanntlich faul auf dem Bauch liegen, präsentiert Otto, den seinen für das Mindestgebot von 5000 Euro.

Gelebte Eigenverantwortung, wie sie die Bundesregierung gern sieht. Realisieren konnte Wolfgang 0. den gewünschten Preis beim ersten Mai nicht. Doch er macht weiter. Begleitet vom Wohlwollen der Medien und gewiss auch der Bundeskanzlerin, die dieser Tage erklärte: »Der Sozialstaat hat Bedingungen geschaffen, in denen sich Menschen frei entfalten können. Zur Not bauchfrei. « [1]

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Die eigene Haut zum Markte zu tragen ist oft schlimm. Besonders wenn heute viele so arm  dran sind wie der Rentner Otto. Und das in einer Gesellschaft, indem  der Mensch nichts zählt, sondern  nur  Kapital und Profit.

Es ist echt lebensgefährlich, in einer Gesellschaft zu leben, in der gefeilscht wird, wieviel  Wenigkeit für  Menschen überlebensnotwendig sind. Dabei wird die Grenze möglichst weit nach unten korrigiert, dies erhöht den Profit der schon Überreichen.  Das ist die Menschenklasse, der sich täglich Sorgen macht, wie sie ihr meist  nicht selbst verdientes Geld am besten auf den Kopf hauen kann. Was kümmert solchen Leuten, wie es den Menschen in den sozialen Kasematten der  kapitalistischen  Gesellschaft geht. Nein, es interessiert niemanden, dass diese Menschen, Niedriglöhner, Hartz-IV-ler u.a. Menschen mit Träumen, Plänen, Hoffnungen sind. All dies wird mit den Menschen formatiert und uniformiert – das heißt, so wenig wie möglich für sich selbst beanspruchen zu dürfen. Zum Hohn wird ein Teil dieser Personen  verpflichtet, für einen Euro und weniger zu arbeiten.

Zwischen diesen beiden extremen sozialen Polen befinden sich die  Tendenzler. Das sind die Leute, die versuchen, im Kapitalismus  ihren Schnitt zu machen. Das hängt oft von einem klein bisschen  Glück oder einem großen  Haufen Pech ab. Fällt der Schnitt positiv aus, pendeln sie etwas  in Richtung oben. Schlägt das Pendel aber negativ aus, sinken die Betroffenen tiefer in den Keller.

Diese soziale Mittelschicht handelt vielfach  wie die  Fahrradfahrer: Nach oben buckeln und nach unten treten.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

seine Haut selbst zum Markte tragen heißt ein altes deutsches Sprichwort. Im Klartext heißt dies, wir müssen für unser Tun einstehen. Aber hier trägt Herr Otto seine Haut zum Markte   nicht, um für irgendwelche seiner Taten zu büßen. Nein, er tut es, um sein Überleben zu sichern. Er bietet sein Letztes,  was er noch zu vermarkten hat.  Auf dem Reklamemarkt ist manchmal gut Geld zu verdienen.

Schuld daran ist die kapitalistische Gesellschaft, die dem Menschen fast alles nimmt, was er unbedingt zum Leben braucht. Und viele kapitalistische Politiker, Manager usw. bezeichnen  die Hartz-IV-ler  ungeniert als faul, arbeitsscheu  und asozial. So wird die Realität verschleiert. Die große Masse der Menschen nimmt diesen Unsinn ebenso kritiklos hin wie das  gläubige Volk das Amen in der Kirche. – Was heute geschieht, passt auf keine Kuhhaut, noch ist es einem Menschen zu zumuten. Ich wette, die Snobs finden  diese abnorme Werbungsart von Herrn Otto als einen lustigen Werbegag, ohne überhaupt  den Ernst seines Angebotes zu begreifen.

Manchmal wünschte ich, wir könnten aus der Hautfahren wie es  Schlangen tun.  Sie werfen ihre Haut ab wie ein altes Kleidungsstück. Wollte die Schlange im Paradies nicht schon die ersten Menschen  aufmerksam machen, wie wichtig dies ist.  Solche Häutungen gibt es bei uns Menschen auch. Wir nennen sie Revolutionen. Meist aber bekommen wir diese alten Klamotten nicht vollständig los. Oder diese alten Lumpen werden den Menschen erneut aufgezwungen, wie z. B. 1989ff. – Unsere Hautabwerfen und in eine neue Haut zu schlüpfen, das heißt doch nichts anderes, als neue Verhältnisse schaffen, die uns besser zu Gesichte stehen als der Kapitalismus.

Übrigens zeigt die Verwendung des Symbols der Schlange uns Menschen, wie wichtig ihr Verhalten ist. Nicht umsonst findet sich die Schlange im Äskulap-Stab, dem  Symbol des Gesundheitswesens. Und dies zeigt doch, wie wichtig gesunde soziale Verhältnisse für  die menschliche Gesundheit sind.  Es wird/ist also nur gesund, wer fähig ist, aus seiner Haut zu fahren. Dies gilt für den Menschen ebenso wie für die menschliche Gesellschaft.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

mit einem Blick in das „Sprichwörterlexikon“ wollen wir schließen:

„-         Keiner kann aus seiner Haut heraus.

–           Aus fremden Häuten ist gut Riemen schneiden.

–           In seiner Haut lebt es am besten.

–           Wer kein Geld hat, der zahlt mit seiner Haut (Galt einst wörtlich, da die Besitzenden sich von Körperstrafen freikaufen konnten.)

–           Andere Leute haben auch Häute ( Sind auch verletzlich)

–           Fremde Haut lässt sich leicht schinden.

–           Jeder muss seine Haut selbst zu Markte tragen (Für sein Tun muss man einstehen)

–           Jedes Tier wehrt sich seiner Haut.“

QUELLEN:

[1]   Bauchfrei im Sozialstaat, von Ingolf Bossenz , In: Neues Deutschland vom 28. Februar 2007 s

[2] Sprichwortlexikon/ Sprichwörter und sprichwörtliche Ausdrücke aus deutschen Sammlungen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Verlag C. H. Beck München

Lizenzausgabe für die Bundesrepublik Deutschland

VEB Bibliographisches  Institut Leipzig 1984

ISBN-Nr. 3 406 09885 1

Otto = das ist mein frei erfundener Familienname des Rentners Wolfgang O.

Ich wünsche uns allen ein nachdenkliches  Wochenende, und  das wir uns alle in unserer Haut wohlfühlen.

Mit  menschlichen  Grüßen

Kurt Wolfgang Ringel

„Der Weltmädchentag – Kampf um Mädchenrechte“

Samstag, 11. Oktober 2014 von Webredaktion

»10. Oktober 2012 – Zum ersten Mal findet in diesem Jahr der internationale Weltmädchentag statt. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat im Dezember 2011 beschlossen, den 11. Oktober zum „International Day of the Girl Child“ zu ernennen. Der Tag ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Mädchenrechte. Er soll darauf aufmerksam machen, dass Mädchen auf der ganzen Welt noch immer jeden Tag Opfer von Diskriminierung und Gewalt werden. Mädchen werden in vielen Bereichen, wie zum Beispiel Bildung und Gesundheit benachteiligt. « [1]

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

um welche Probleme geht es, die mit diesem Gedenktag sichtbar gemacht werden sollen?

»Problem Kinderhochzeit

Der Schwerpunkt des ersten Weltmädchentages liegt auf dem Problem der Kinderhochzeit. Weltweit wurden 23 Millionen Mädchen noch vor ihrem 15. Geburtstag verheiratet.

Die Folgen dieser frühen, meist erzwungenen Hochzeiten sind verheerend: Viele Mädchen werden Opfer häuslicher Gewalt, viele werden ungewollt sehr früh schwanger, fast alle werden in ihrer Entwicklung, Bildung und Gesundheit erheblich beeinträchtigt. …

Kinderhochzeiten sind eine fundamentale Verletzung der Menschen- und Kinderrechte und müssen beendet werden. « [2]

Aber nicht nur in den sogenannten Entwicklungsländern werden den Mädchen nicht ihre vollen Menschenrechte zugestanden. Auch in unserer ‚Zivilisation‘ werden den Mädchen nicht die vollen Rechte garantiert. Dazu zählen das Recht auf Menschenwürde, auf die Achtung und Wertschätzung, wie es in der menschlichen Gesellschaft üblich sein sollte. Weit verbreitet sind weltweit neben den oben angesprochenen Zwangsehen vor allem Gewalt und sexueller Missbrauch.

Wie sollen sich Menschen in einer Ehe lieben und achten, wenn die Mädchen, die zukünftigen Frauen politisch, kulturell und menschlich degradiert und entwürdigt werden? Es sind schlichtweg Verbrechen gegen Menschen, gegen die Menschlichkeit.

Viel Ähnlichkeit hat, meiner Meinung nach, der Weltmädchentag mit dem Frauentag: Denn, werden die Mädchen nicht von Jugend auf beschützt und geachtet, so werden sie es später als Frauen auch kaum. Alles, was Frauen und Mädchen erleiden müssen und mussten, tragen sie als Probleme ihr gesamtes Leben mit sich herum. Deshalb ist es eine Aufgabe aller Menschen, sich verantwortlich zu fühlen für eine saubere gesellschaftliche Atmosphäre, in der alle Mädchen ohne Opfer von Gewalt zu werden, aufwachsen können. Dazu gehören auch das Recht und die Möglichkeit von Schule, Berufsausbildung und Studium.

Immer wieder erleben wir es, wie aus ernsten Gedenktagen billige und inhaltsleere Spaßveranstaltungen werden. Denken Sie bitte nur an den Gedenktag für Frauen, ihre Kinder nicht mehr für Kriege herzugeben. Entstanden ist dieser Tag nach dem Bürgerkrieg in den USA im 19. Jahrhundert. Verkommen ist dieser Tag, heute als Muttertag bekannt, und völlig seines Inhaltes beraubt. Er ist zu einem Tag des zweitgrößten Konsumumsatzes nach Weihnachten geworden.

Was nutzen den Mädchen also Spaßaktionen, wo Ernst erforderlich ist. Was nutzen z.B. Farb-Lichtshows? Die Mädchen müssen aus den miserablen Verhältnissen herausgerissen werden.

Ich vermisse die politischen, konkreten und wirksamen Maßnahmen. Warum werden nicht die Verursacher der Verbrechen benannt und bestraft. Wesentlichen Anteil haben daran die kapitalistischen Verhältnisse. Daran ändern die auch noch ganze Völker beherrschende Religionen nichts.

Mit der Frauenfrage, der gesellschaftlichen Befreiung der Frau ist auch die Mädchenfrage verknüpft. Sind doch die Mädchen die Frauen in spe. Und es kann keine menschliche Gesellschaft geben, ohne dass Frau und Mann gleichberechtigt sind. Eingeschlossen ist die Mädchenfrage.

Manche Menschen werden sich fragen: Warum noch ein Gedenktag? Haben wir nicht schon jetzt genug davon? Es mag sein, das wir schon viele Feier-und Gedenktage haben. Aber haben wir uns schon einmal gefragt, welche Tage davon notwendig und welche unnütz sind?

Notwendig sind alle Gedenk- und Jahrestage, die ernste Inhalte haben. Es sind all diese periodischen Erinnerungen, die uns mahnen und auffordern, mit unseren Mitmenschen human und friedlich umzugehen. Ein Blick in die Geschichte zeigt, diese Denkanstöße sind unbedingt notwendig.

Und dazu zähle ich auch den Weltmädchentag

QUELLEN:

[1] Von younicef.de Erster Weltmädchentag.de

[2] Ebenda

Ich wünsche uns allen ein nachdenkliches Wochenende, und besonders in diesem Demokratie-heißem Herbst.

Mit menschlichen Grüßen

Kurt Wolfgang Ringel“

Freidenker Nr. 2-14 Juli 2014

Dienstag, 29. Juli 2014 von Webredaktion
Vor einigen Tagen habe ich den neuen Freidenker, das Verbandsorgan des Deutschen Freidenker-Verbandes e.V. erhalten. Das Hauptthema ist Sprache, es geht in diesem Zusammenhang um Erkenntnis – Kommunikation – Herrschaft.
„Sprache aus den Bedürfnissen des gesellschaftlichen Lebens, insbesondere der Produktionstätigkeit, hervorgegangenes und sich ständig entwickelndes System verbaler Zeichen, das der der Formierung der Gedanken, dem Denken, im Prozess der Erkenntnis der objektiven Realität durch die Menschen dient und den Austausch ihrer Gedanken und emotionalen Erlebnisse sowie die Fixierung und Aufbewahrung des erworbenen Wissens ermöglicht. …“ So der Beginn eines Textes zur Sprache in einem Wörterbuch.
Dieses Thema ist hoch aktuelle und das nicht nur im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Ereignissen in der Ukraine und der Berichterstattung darüber, sondern auch das Leben in diesem Land betreffend. Eine Ergänzung passend zum Thema:

An ihrer Sprache sollt Ihr sie erkennen … ist ein Beitrag überschrieben, welcher sich mit dem Gebrauch von Sprache im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Ereignissen in der Ukraine und deren Spiegelung in den Medien auseinandersetzt.
In einem anderen Zusammenhang erhielt ich Werbung für die Junge Welt, „3 Monate jW für 60,-€, inklusive Bildungsprämie*“. Im Text dazu ist unter anderem zu lesen: „Aber es gibt die junge Welt – eine Bastion für Vernunft, Zurückhaltung, Ruhe und Schönheit, die Ihnen ein Bildungsangebot der besonderen Art macht. Lassen Sie es uns im Shakespeare-Jahr mit Hamlet sagen: >>Sein oder Nichtsein; das ist hier die Frage:/Ob´s edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern/Des wütenden Geschicks erdulden oder,/Sich waffnend gegen eine See von Plagen,/Durch Widerstand sie enden?<< Wir sind für Widerstand gegen Analphabetismus jeder Art, politischen, philosophischen, geschichtlichen und sonstigen** – schon aus eigenem Interesse: jW soll auch in Zukunft gelesen und verstanden werden.“

**von mir herausgehoben

Freidenker 4-13

Freitag, 02. Mai 2014 von Webredaktion
Im Dezember 2013 erschien der Freidenker 4-13, Verbandsorgan des DFV. Thema des Heftes ist der Ausbruch des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren und der Kampf gegen imperialistische Kriege in den letzten 100 Jahren. Gerade letzteres ist unbedingt Notwendig, wenn sich heute in der Welt umgeschaut wird und die verschiedensten Kriege Berücksichtigung finden. Zu erkennen bleibt, wohin die Politik der verschiedensten Hegemonialmächte führt. In diesem Zusammenhang gibt es etliche Parallelen zum ersten Weltkrieg, aber auch zum zweiten. Als ich im Januar eine Vorbereitungsstunde zur Jugendfeier dieses Jahres in Braunschweig begleitet, hatte ich den ersten Weltkrieg und dessen Umfeld, Ursachen und Wirkungen zum Thema gemacht. Es ist ein interessantes, aber auch wichtiges Thema, weil es die Gegenwart und gegenwärtiges gesellschaftliches Sein nicht nur Tangiert. Im Vorfeld zu dieser Veranstaltung viel mir ein Buch in die Hand, welches sich mit „erlebte Geschichte“, wie sie „von Zeitgenossen gesehen und geschildert“ wird beschäftigt, der erste Teil trägt den Titel, „vom Kaiserreich zur Weimarer Republik“ und in diese Zeit fallen Vorbereitung, Führung und Folgen des ersten Weltkrieges.
Wie oben geschrieben, dieser  Freidenker beschäftigt sich mit dem Thema erster Weltkrieg und dessen Bedeutung bis in die Gegenwart hinein.

Im letzten Teil des Heftes finden sich Thesen, welche zur Diskussion gestellt werden und das Verhältnis von Freidenkern und Religion zum Gegenstand haben. Die Thesen finden sich als PDF – Datei hinterlegt auf der Seite des DFV. Ihnen ist eine breite und inhaltsreiche Diskussion zu wünschen.

Th. Loch

Aufruf des Bündnis gegen Rechts Braunschweig

Freitag, 04. Januar 2013 von Webredaktion

Deine Stimme gegen die NPD!

Lautstark gegen rassistische Hetze

Am Montag, den 7.1.2013 will die NPD auf dem Burgplatz in Braunschweig eine Wahlkampfkundgebung abhalten. Angemeldet hat sie diese von 10-13 Uhr. Das Bündnis gegen Rechts ruft dazu auf, den Nazis lautstark und sichtbar zu zeigen, dass sie unerwünscht sind und ihnen den Platz für ihre rassistische und faschistische Hetze zu nehmen!

Vor etwas über einem Jahr wurde bekannt, dass die Terrorzelle NSU für eine rassistische Mordserie verantwortlich ist, der mehr als 10 Menschen zum Opfer gefallen sind. Jahrelang konnten die untergetauchten Nazis mit Hilfe eines Netzwerkes von UnterstützerInnen auch aus Niedersachsen unerkannt ihre Morde begehen. Seit dem kommen immer weitere Versäumnisse, Pannen und Vertuschungen der Geheimdienste ans Licht. Nicht selten ermöglichten Gelder, die diese an ihre V-Leute zahlten, erst den Aufbau und die Finanzierung faschistischer Organisationen und Strukturen.

Zu den direkten Unterstützern der „NSU“ gehörte u.a. auch der jetzt wegen Beihilfe zum Mord angeklagte Ralf Wohlleben, der zeitweise Landesvorsitzender der NPD in Thüringen war. Die NPD distanziert sich zwar nach außen hin von den Morden (ohne jedoch die Opfer oder die Angehörigen zu bedauern) und versucht sich gerade auch im jetzigen Landtagswahlkampf bieder und bürgerfreundlich zu geben: Doch ob NPD, NSU, Aktionsgruppen, Autonome Nationalisten, Kameradschaften oder wie sich die Nazis sonst nennen: Sie alle eint eins: Die rassistische Abwertung von Menschen, die von ihnen als „Fremde“ und „Ausländer“ angesehen werden. Und: Ob NPD, militante Nazis oder NSU-Unterstützer, die Szene ist gerade auch hier in der Region untereinander eng verbunden.

Als die NPD im August mit einem kläglichen Haufen von ca. 20 AnhängerInnen – die meisten extra aus Goslar herangekarrt – auf dem Burgplatz eine Kundgebung abhielt, ging diese im Lärm von Rufen und Pfiffen von hunderten GegendemonstrantInnen unter. Lassen wir auch diesmal den Auftritt der Nazis zum Misserfolg werden! Kommt zum Burgplatz und zeigt deutlich und lautstark, dass die NPD und andere Nazis nicht erwünscht sind!

Montag, 7.1.2013: Protest gegen die NPD-Kundgebung

Treffpunkt 9:30 Uhr Ruhfäutchenplatz (Münzstr./Dankwardstr.)

Da es sein kann, dass sich Ort und Zeit noch ändern, solltet ihr euch unter www.buendnisgegenrechts.net oder www.facebook/bgr.braunschweig über aktuelle Änderungen auf dem Laufenden halten.

Bündnis gegen Rechts Braunschweig

V.i.S.d.P.: Bündnis gegen Rechts, c/o Carl-von-Ossietzky-Zentrum, Leopoldstrasse 23, 38100 Braunschweig

Bündnis gegen Rechts
c/o Carl-von-Ossietzky-Zentrum
Leopoldstr. 23 * 38100 Braunschweig

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