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Frieden geht nur mit Russland und China, aber gegen die NATO

‚Friedensbewegung‘ bzw. was davon übrig ist, kann hierzulande unter dem Druck der NATO-Offensive in der Ukraine kaum noch entdeckt werden. Zu viele ehedem Bewegte haben den Kotau vor jenen gemacht, die mit dieser Offensive eine Vernichtung Russlands ausdrücklich auf ihre Fahnen geschrieben haben. Dies, selbst bei Strafe des Untergangs der hiesigen Eliten.

Der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Freidenker-Verbandes, Klaus Hartmann, hat sich im gerade aktuellen ‚Freidenker‘ zu dieser seltsamen Absenz von ‚Friedensbewegung‘ geäußert und dabei u.a. auf Folgendes hingewiesen:

„…Wir wären niemals auf die Idee gekommen, ‚Die Waffen nieder!‘ den Verteidigern von Leningrad oder den Sowjetsoldaten in der Schlacht um Stalingrad zuzurufen, weil dies nichts weniger als eine Sabotage des antifaschistischen Befreiungskampfes bedeutet hätte. Gleichermaßen waren wir solidarisch mit dem Vietcong im Kampf gegen die US-Invasoren, mit den Kämpfern gegen die NATO-Aggression gegen Jugoslawien, dem palästinensischen und dem irakischen Widerstand und mit den Verteidigern des freien Syriens….“

Auf heute bezogen stellt sich die Frage, wie anders die Russische Föderation den Schutz der ethnisch-russischen Volksrepubliken Donezk und Lugansk und auch ihrer eigenen Grenzgebiete anders hätte bewerkstelligen sollen, als die hochgerüstete und faschistisch geführte ukrainische Soldateska eben militärisch zur Räson zu bringen. So wie die Alliierten das NS-Regime bis weit nach 1945 nur mit Hilfe miltärischer Gewalt hat in die Knie zwingen können, geht es heute der Russischen Föderation. Es lohnt sich den Beitrag von Klaus Hartmann in Gänze zu lesen. Vgl. dazu unter …

So mancher Kotau von Ex-Friedensbewegten ist sicher auch dem Umstand zu schulden, daß die Meinungsführer*innen des bundesdeutschen Establishment sich geradezu in weißer Wut und äußerst kriegsgeil einlassen.

„Wir machen weiter, wo Opa scheiterte“, heißt es in der Original-Montage bei Friedensbewegung.info. Dort haben wir dieses Bild gefunden und finden es eigentlich auch passend.

Es macht sich dann nicht gut und ist nicht der Karriere förderlich, wenn man heute trotzdem z.B. über die Brandt’sche Entspannungspolitik redet. Da braucht es dann schon ein prinzipielles Beharren, was so manche/r nicht mehr aufzubringen in der Lage ist.

Die weiße Wut einer Frau Baerbock, eines Herrn Habeck oder auch der EU-Oberkommissarin von der Leyen ist wohl damit zu erklären, daß sie längst haben zur Kenntnis nehmen müssen, ihre wohlfeil erdachten Sanktionen gegen die Russ. Föderation führen eben nicht deren Ruin herbei, noch nicht einmal entfernt. Ja noch schlimmer: Der Effekt ihrer Sanktionen stellt sich wohl eher als Ensemble schwerer eigener wirtschaftlicher Einbußen heraus.

Egal, was sie machen, sie landen stets im eigenen Untergang. Tragisch das Ganze.

Und da hilft auch ein öffentliches Schönreden nicht, wenn z.B. Herr Habeck nach seiner Rückkehr aus Katar von deren Flüssiggas-Ersatz für russisches Erdgas ins Phantasieren gerät und von hoffnungsvollen Vereinbarungen mit Katar in Hinblick auf weitere Lieferoptionen. Aber der entsprechende Regierungssprecher von dort auf die Frage, ob schon etwas vereinbart worden wäre, antwortete mit einem sehr bestimmten „Nein!“. Wenn also aus Katar nichts Wesentliches zu holen ist und auch sonst von potentiellen Lieferanten jenseits der Russ. Föderation nicht, dann ist das im Ergebnis nur eine Erklärung für Habecks zunehmende Unsicherheit bei seinen öffentlichen Auftritten, aber natürlich keineswegs gleichbedeutend mit einer Entwarnung für die Vokswirtschaft.

Da wollte der ‚SPIEGEL‘ mit diesem Bildchen den Kanzler für angebliches Zögern mobben. Das Ding ging aber nach hinten los. Unfreiwillig dokumentiert dieses russophobe Mainstreamblatt aber die zappelnde Hilflosigkeit, derer, die im Windschatten von USA und NATO segeln, aber eigenen, z.B. europäischen Interessen nicht mehr nachkommen können.

Und leider kann diese Zwickmühle auch noch nicht Anlaß zur Hoffnung sein, daß Scholz, Habeck & Co. ihre Kriegstreiberei regierungsamtlich endlich als gescheitert aufgeben. Im Gegenteil, es droht ja eher ganz massiv, daß uns v.a. die Grünen und die Ampelkoalition insgesamt bis spätestens zum kommenden Herbst die große Erwerbslosigkeit, andauernde Rekordinflation und Mangel in Sachen Energie bescheren. Und das alles, ohne daß die Russ. Föderation bisher selber – Stand Anfang Mai ’22 – irgendwelche Sanktionen gegen die Bundesrepublik verkündet hätte.

Dabei hatten sich die irgendwie linksliberalen oder auch nur liberalen Kotau-Umfaller von heute mit dem Regierungseintritt der Grünen schon auf das große Ökologisieren eingestellt. Mindestens E-Automobilität und gewaltige CO2-Einsparungen sollten es sein. Jetzt aber ist von diesen Dingen kaum noch die Rede. Auch ‚Fridays for Future‘ wissen nicht mehr so genau, wie sie angesichts des Krieges und der damit offenkundig verbundenen historischen Wende mit ‚Methangas-Verursacher-Rückholung‘ oder ähnlichem Unsinn öffentlich reussieren können.

Diese gesellschaftliche Strömung mit ihren Grünen-Oberlehrern, mit den linksalternativen Cancel-Culture-Trupps in den Leitmedien und den Honorarkraft-Politologen in so manch einer Gewerkschaftsstruktur stellen die Hauptkraft derer dar, die derzeit ununterbrochen und immer geifernder zum Ausdruck bringen „der Russe mit seinem Krieg ist an allem Schuld und wir sind die Opfer“! Nicht etwa die Leute im Donbass, die sich acht Jahre von den Ukrofaschisten haben abknallen lassen sollen.

Und einigen der früher Friedensbewegten bleibt dann eben nur noch so etwas wie ‚innere Emigration‘. So ähnlich hieß es auch nach 1945, als sich schon einmal herausstellte, daß ungerechterweise der böse Iwan am Ende doch Erfolg hatte. Inzwischen gibt es zum Thema Boomerang-Effekt bei den Sanktionen haufenweise Beiträge, Analysen, Kommentare aus ganz unterschiedlichen Quellen.

Da soll dann im kommenden Herbst keine/r sagen, die Fakten lagen nicht dem Tisch. Der bürgerliche Börsen-Guru F. Hellmeyer äußerte sich erfrischend nüchtern auf YouTube.

 

 

Für alle, die auf der Suche nach guten Informationsquellen in Sachen Ukraine sind, bietet der Deutsche Freidenker-Verband die bisher nur über interne Verteiler herausgegebene Nachrichtenschau zum Konflikt in der Ukraine nun auch ständig über seine website an. Gerne empfehlen wir also die täglichen Info-Bulletins unter „Chronologie der russischen Militäroperation zur Demilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine“.